END OF GREEN – The Sick’s Sense

 
Label: Silverdust Records
Release: 18.08.2008
Von: Stormlord
Punkte: 8/10
Time: 57:30
Stil: Dark Rock/Metal
URL: End Of Green
 
Immer wieder gern gesehene Gäste, diese beständig qualitativ hochwertige Veröffentlichungen abliefernde Truppe. Auch The Sick’s Sense bietet angenehm düstere Kost und hitverdächtige Ohrwürmer.
Rotzfrech klingt der Einstieg ins sechste Album der Band rund um Michelle Darkness namens Dead City Lights. Bissiger tönt vor allem die Stimme des Meisters, bevor das locker dahinrockende Killhoney die berüchtigten END OF GREEN Merkmale ins rechte Licht rückt: ohne Umschweife rockt das Stück los, geprägt von der dunklen Stimme Michelles. Entspannt groovende Gitarren treffen beim Refrain auf treibende Drums, Type O Negative Atmosphäre tanzt mit dreckiger Rock’n’Roll Attitüde. Hitverdächtig!
Diese Taktik, auf ruhige Strophen einen wütenden Chorus folgen zu lassen, wenden END OF GREEN auch im folgenden Anthem For A New Wave erfolgreich an. Auch die sehr ruhigen Elemente haben die Musiker nicht vergessen, doch die Gruppe drosselt das Tempo merklich seltener als in der Vergangenheit. Balladeske Töne sind somit durchgehend nur beim wunderschönen Sunday Mourning zu vernehmen. Das Album wird vom langsam und todtraurigen startenden Bury Me Down (The End) auch recht ruhig beschlossen - ansonsten dominiert drückende, dich nach unten ziehende Melancholie, manchmal durchbrochen von moderat wütenden Ausbrüchen im vokalen Bereich.
Für gemütliche Abende und ein entspanntes Stündchen abseits von komplizierten Liedstrukturen oder Hochgeschwindigkeits-Metal ist The Sicks’s Sense sicherlich bestens geeignet. END OF GREEN spielen wie gewohnt gute Musik, garniert mit eleganten, sich einschmeichelnden Vocals!