Immer
wieder gern gesehene Gäste, diese beständig qualitativ
hochwertige Veröffentlichungen abliefernde Truppe. Auch
The Sick’s Sense bietet angenehm düstere
Kost und hitverdächtige Ohrwürmer.
Rotzfrech klingt der Einstieg ins sechste Album der Band rund
um Michelle Darkness namens Dead City Lights. Bissiger
tönt vor allem die Stimme des Meisters, bevor das locker
dahinrockende Killhoney die berüchtigten END
OF GREEN Merkmale ins rechte Licht rückt: ohne Umschweife
rockt das Stück los, geprägt von der dunklen Stimme
Michelles. Entspannt groovende Gitarren treffen beim Refrain
auf treibende Drums, Type O Negative Atmosphäre tanzt mit
dreckiger Rock’n’Roll Attitüde. Hitverdächtig!
Diese Taktik, auf ruhige Strophen einen wütenden Chorus
folgen zu lassen, wenden END OF GREEN auch im folgenden
Anthem For A New Wave erfolgreich an. Auch die sehr ruhigen
Elemente haben die Musiker nicht vergessen, doch die Gruppe
drosselt das Tempo merklich seltener als in der Vergangenheit.
Balladeske Töne sind somit durchgehend nur beim wunderschönen
Sunday Mourning zu vernehmen. Das Album wird vom langsam
und todtraurigen startenden Bury Me Down (The End) auch
recht ruhig beschlossen - ansonsten dominiert drückende,
dich nach unten ziehende Melancholie, manchmal durchbrochen
von moderat wütenden Ausbrüchen im vokalen Bereich.
Für gemütliche Abende und ein entspanntes Stündchen
abseits von komplizierten Liedstrukturen oder Hochgeschwindigkeits-Metal
ist The Sicks’s Sense sicherlich bestens
geeignet. END OF GREEN spielen wie gewohnt gute Musik,
garniert mit eleganten, sich einschmeichelnden Vocals!