Das
Stuttgarter Quintett END OF GREEN hat sich
langsam, aber sicher einen größeren Bekanntheitsgrad
erspielt – und mit dem vierten Album Last Night
On Earth wird ihre Popularität bestimmt einen
Sprung nach vorne tun. Schon der Opener Evergreen ist
eine Dark-Metal-Hymne mit tonnenschweren Gitarren. Die ersten
Songs der CD sind allesamt im Midtempo gehalten, wobei Demons
mit markantem Bass und eingängiger Gitarre überzeugt.
Beim 5. Lied Queen Of My Dreams wird das Tempo nochmal
gedrosselt: Zu hören ist eine wunderschöne, düstere,
sehr lange und elegische Ballade mit dunklem Text, die auf jeden
Gothic-Sampler prima passen würde. Erst mit dem sechsten
Track Tragedy Insane schrauben END OF GREEN
das Tempo deutlich hoch, und auch Highway 69 ist ein
überzeugender Dark-Metal-Up-Tempo-Song. Die dunkle, ausdrucksvolle
Stimme von Sänger Michelle Hu-Burn passt zu allen Songs,
ob ruhiger oder schneller. Diese Platte klingt leidenschaftlich,
dicht und dunkel und verzichtet auf billige Effekte. Wer Pate
gestanden hat, ist aber auch nicht zu überhören: Type
O Negatives Klassiker Black No 1 scheint schon öfter mal
durch. Deshalb: Kleiner Punktabzug. Hörenswert ist Last
Night On Earth aber allemal.