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Ah, endlich mal wieder eine Gothic Metal-Platte, darauf hatte
ich wirklich schon lange gewartet... Ok, bleiben wir ernsthaft.
Man muß heutzutage schon sehr originell oder verdammt gut
sein, um in diesem Sektor noch irgendwie positiv aufzufallen.
Leider bieten uns EM SINFONIA jedoch nur die
bekannte und daher halt durchschnittliche Kost, die man von so
einer CD erwarten kann.
Obwohl, einige Besonderheiten gibt es schon zu vermelden. So handelt
es sich hierbei um ein Nebenprojekt von Broken Hope-Klampfer Brian
Griffin, was immerhin den Vorteil hat, daß es spiel- und
produktionstechnisch nichts zu meckern gibt. Weiterhin hat Sängerin
Bunny zwar einen bescheuerten Namen, überzeugt aber auf der
anderen Seite mit ihrer eher AOR-orientierten, erwachsen klingenden
Stimme und hebt sich damit wohltuend vom leidenden Teenie-Jaller-Allerlei
ab, welchen man sonst im Allgemeinen zu hören bekommt.
Nützt aber alles nichts, da die Songs einfach zu wenig Höhepunkte
besitzen, packende Momente oder Melodien/Arrangements praktisch
überhaupt nicht vorkommen und alles viel zu glatt wirkt.
Statt dessen dominiert die altbekannte Mischung aus f/m (gut/böse)
Gesang, schwülstigen Keyboardwänden, gewollt elegischen
Gitarrenmelodien und gelegentlichen Kuscheleinlagen. Man kann
die CD mehrfach hintereinander hören, ohne daß dabei
irgend etwas hängen bleibt. Stimmt wirklich, ich hab's ausprobiert...
Doch stop, eine Sache hätte ich dabei beinahe erfolgreich
aus meinem Gedächtnis verdrängt, nämlich die völlig
überflüssige und absolut mißlungene Coverversion
des Iron Maiden-Klassikers Revelations, mit der sich
die Band wirklich tief in die Nesseln setzt!
Und was bekommt für ansonsten solide, aber fade Hausmannskost?
Eine Aufforderung zu mehr Mut und Originalität und als Anreiz
dazu 5 Punkte...
Em
Sinfonia
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