Wie
ich solche Reviews hasse, in denen man trotz glasklarer Produktion,
einwandfreiem technischen Können und gewiss auch songwriterischen
Fähigkeiten trotzdem vor der Grübelei steht: Schön
und gut, aber was macht diese Band eigentlich aus? Genau nichts,
ist leider die Antwort, die ich im Falle EMPTY TREMOR
geben muss. Die italienische Prog-Truppe mit At Vance-Sänger
Oliver Hartmann weist zwar alle Eigenschaften, die man von einer
professionell arbeitenden Band erwarten würde, auf, kann
aber, wie so viele andere auch, irgendwie null Akzente setzen.
Das Sextett braut sich aus den typischen Elementen des Dream Theater
beeinflussten Sounds ihre Songs zusammen und garniert sie mit
Einflüssen aus dem Power Metal-Bereich im Sinne Rhapsody’s.
Hier ein epischer Teil, dort ein wenig vertrackte Rhythmen, dann
noch ein bisschen Frickelei und ein paar Akustik-Parts, fertig
ist ein Album, das zwar doch - und das muss ich ihnen zugestehen
- ein paar großartige Momente aufweist, ansonsten aber einfach
jeglichen Wiedererkennungswert und Aha-Effekte vermissen lässt.
Viel zu 08/15 bzw. „irgendwo bereits gehört“
klingen die meisten Riffs, (fast) nichts kann wirklich überzeugen.
EMPTY TREMOR scheinen trotz des bereits dritten
Album-Releases noch immer weit hinter anderen Genrevertretern
nachzuhinken. Anspieltipps stellen nichtsdestotrotz I Found
You (mit tollem atmosphärischem Beginn) und Who
You Really Are (mit coolem Riffing gegen Ende) dar. Der Rest
tanzt in der zweiten Reihe…
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