EMPTY TREMOR – The Alien Inside
 
Label: Frontiers
Release: 15.03.2004
Von: Medion
Punkte: 5,5
Time: 59:38
Stil: Progressive Metal
URL: Empty Tremor
 
Wie ich solche Reviews hasse, in denen man trotz glasklarer Produktion, einwandfreiem technischen Können und gewiss auch songwriterischen Fähigkeiten trotzdem vor der Grübelei steht: Schön und gut, aber was macht diese Band eigentlich aus? Genau nichts, ist leider die Antwort, die ich im Falle EMPTY TREMOR geben muss. Die italienische Prog-Truppe mit At Vance-Sänger Oliver Hartmann weist zwar alle Eigenschaften, die man von einer professionell arbeitenden Band erwarten würde, auf, kann aber, wie so viele andere auch, irgendwie null Akzente setzen. Das Sextett braut sich aus den typischen Elementen des Dream Theater beeinflussten Sounds ihre Songs zusammen und garniert sie mit Einflüssen aus dem Power Metal-Bereich im Sinne Rhapsody’s. Hier ein epischer Teil, dort ein wenig vertrackte Rhythmen, dann noch ein bisschen Frickelei und ein paar Akustik-Parts, fertig ist ein Album, das zwar doch - und das muss ich ihnen zugestehen - ein paar großartige Momente aufweist, ansonsten aber einfach jeglichen Wiedererkennungswert und Aha-Effekte vermissen lässt. Viel zu 08/15 bzw. „irgendwo bereits gehört“ klingen die meisten Riffs, (fast) nichts kann wirklich überzeugen. EMPTY TREMOR scheinen trotz des bereits dritten Album-Releases noch immer weit hinter anderen Genrevertretern nachzuhinken. Anspieltipps stellen nichtsdestotrotz I Found You (mit tollem atmosphärischem Beginn) und Who You Really Are (mit coolem Riffing gegen Ende) dar. Der Rest tanzt in der zweiten Reihe…