Was
soll man zu so einer CD schon großartig sagen? Die Holländer
ELIZIUM versuchen sich auf ihrem Erstlings-Werk
Angel Of Mistrust an einer Mischung
aus einigen Gothic/Pagan bzw. Epic Metal-Einflüssen und
vermischen das ganze dann ausgiebig mit sehr traditionellen
Melodic Power/Heavy Metal-Charakteristiken. Herausgekommen ist
dabei ein Album, welches ich, trotz aller Sympathie für
unseren Nachbarstaat, nur als strunzlangweilig und essentiell
unnötig bezeichnen kann.
Das fängt schon beim biederen, viel zu aufgesetzt pathetisch
wirkenden Songwriting an, das zudem auch noch sämtliche
Überraschungsmomente vermissen lässt, und kumuliert
sich dann in dem über weite Strecken wirklich grauenhaften
Gesang, der häufig total gepresst und angestrengt klingt;
als größtes Manko aber leider die Tatsache aufweist,
dass er partout nicht zu Musik passen will. Dabei kann man gar
nicht mal sagen, dass Peter Berends überhaupt nicht singen
könnte, aber das rettet ihn trotzdem nicht davor, hier
total fehlbesetzt zu sein.
Auch seine Mitstreiter liefern, rein technisch betrachtet, eine
durchaus solide Leistung ab, nur sind die Melodien und Arrangements
einfach völlig abgegriffen und dürften somit eigentlich
keine Sau mehr hinter dem Ofen hervorlocken. So macht sich dann
mit andauernder Laufzeit von Angel Of Mistrust
immer mehr das Gefühl breit, dass man sich die CD nicht
bis zum Schluss anhören kann. Erstaunlich, dass ein solcher
Lapsus diesen alten Hasen (würde beim Durchschnittsalter
der Band mal auf jenseits der 30 tippen) passiert. Mehr als
3,5 Punkte sind da aber definitiv nicht drin…