ELISABETHA  – Und Wirklichkeit erfüllt die Seele wieder
 
Label: Blakk Attack
Release: 07.06.2004
Von: Psycho
Punkte: 0
Time: 1:05:49
Stil: Gothic/ Black Metal
URL: Elisabetha
 

Au Mann! Also Leute, wenn ihr mal wieder was braucht, um die Nachbarskinder zu erschrecken oder dafür sorgen wollt, dass eure Mitmenschen wirklich sämtliche Klischees über Gothics/ Schwarze/ langhaarige Bombenleger o.ä. Volk für real halten, dann müsst ihr euch diese CD kaufen und gaaaannnzzz laut abspielen...
Wer hingegen von einer CD ein Mindestmaß an musikalischer Begabung, an Songideen und auch investierter Arbeit erwartet, der wird dieses Machwerk für genauso lächerlich, überflüssig und grottenschlecht halten wie ich, denn ELISABETHA sind mit Abstand die untalentierteste Band, die ich je gehört habe. Vermutlich soll das ganze so eine Art Horrorsoundtrack im Gothic/Wave-Gewand darstellen, aber bereits dass Intro (zu wabernden Klängen wird mit schwer runter gepitchter Stimme unheilvolles Zeug erzählt, von dem man zum Glück aufgrund dieser eingesetzten Technik kein Wort versteht) ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten, und das erste Stück Unheilvolle Kreaturen im Mondlicht artet mit seinen 10 Minuten Länge zu einem echten (Ohren-)Foltertrip aus. Am besten gefallen mir daran noch die ganz im Hintergrund eingesampelten Fetzen aus dem Francis Ford Coppolas Dracula Soundtrack, wobei sich Wojciech Kilar vermutlich schämen würde wenn er wüsste, für welchen Mist man hier seine Kompositionen missbraucht hat.
In der Folge wechseln sich dumpfes Geblubber, uninspirierte Geräusche und dilettantische Musik in loser Folge ab, ohne dass dabei entweder Sinn und Verstand und/oder Gefühl und Atmosphäre zu erkennen wären. Abwechslung kommt erst auf, als man beim siebten Stück Kloster der Hoffnung von der Verunglimpfung des Gothic zur Verhohnepipelung des Black Metal überwechselt, zwar mit einem lustigen Percussion-Teil, aber ansonsten genauso mies wie der übrige Quatsch davor. Selbst dafür kann es also keinen Gnadenpunkt geben, zumal jede Kellerproduktion aus den 80ern transparenter und knackiger klang als dieser Soundunfall hier.
Eines haben ELISABETHA zumindest geschafft: Und Wirklichkeit erfüllt die Seele wieder (mit dem bedeutungsschwangeren Untertitel Eine vampyrische Lesung in zehn Akten) ist die erste CD, der ich definitiv kein verkauftes Exemplar gönne. Da hilft auch keine tolerante Grundeinstellung mehr; hier kann es nur 0 (in Worten: NULL) Punkte geben!!! Und dass mir niemand was von Underground und Kult (weil schlecht) erzählt. Auch dafür gibt es Grenzen...