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"A
new kind of new rock" ist der Satz der sofort ins Auge springt,
wenn man die Labelinfo zum Debütalbum der österreichischen
Band ELFMAN liest. Ich empfehle den Leuten, die den Satz
im Zusammenhang mit der Band, geschrieben haben, sich eine Korn
CD zuzulegen und dann kleinere Brötchen zu backen. Etwas Neues
oder Innovatives ist diese CD sicher nicht, denn überall scheint
der Stil der Amerikaner durch, was ja durchaus auch was Gutes
sein könnte, wenn die Band den Stil ordentlich umgesetzt
hätte. Leider ist es ihnen nicht ganz gelungen, denn die Songs
ziehen eher an einem vorbei und hinterlassen sogar teilweise einen
faden Beigeschmack. Richtiggehend übel wird es allerdings wenn
der bandinterne DJ in die Kompositionen eingreift, denn die Synths
passen so gar nicht zur restlichen Produktion und nerven nur allzuschnell.
Besonders ist dies bei Song Nr. 1 Why don´t you say der
Fall wo eine krumme Synthiemelodie den ganzen Song hindurch im
Hintergrund läuft und ich sogleich mit dem Gedanken spiele, der
Band 0 Punkte zu verpassen. Besonders bei dem letzten und gleichzeitig
auch Titelsong fällt es besonders schlimm auf, da der Song eigentlich
nach etwa 5 Minuten endet und dann über 3 Minuten durch nervige
und total überflüssige Synthieklänge auf über 8 Minuten gedehnt
wird. Anderes, als dass man so eine gewisse Spiellänge erreichen
wollte, kann ich mir das nicht erklären. Dass der Synth Sound
so nervig ist, wäre vielleicht durch eine angepasstere Produktion
zu verhindern gewesen. Weitere Kritikpunkte an derselben sind,
dass erstens bei manchen Dualvocals die eine Stimme so leise ist,
dass man, wenn man nicht genau hinhören würde, sie möglicherweise
überhören würde und zweitens das bei 3 Songs leichte Lautstärkenunterschiede
zu hören sind, die zugegebenermaßen zwar schwer rauszuhören sind,
aber doch auffallen. Sollten diese Dinge so gewollt gewesen sein,
so verschließt sich der genau Gedanke dahinter dem Rezensenten...
Kommen wir jedoch wieder zurück zur Musik, und hier kann man es
gar nicht oft genug betonen, dass KORN wohl den größten Einfluss
auf die jungen Wiener gehabt haben dürfte. Was den oben angesprochenen
Vorteil der Band angeht, so kann man hier getrost die herausragenden
Vocals ansprechen. Diese sind nämlich das große Plus der Band,
denn die Gesangspalette eines Jonathan Davis hat nicht jeder drauf.
Mal traurig, mal wütend alles wird gekonnt gemeistert und rettet
die Band vor der Banalität. Einen Song hierzu explizit rauszupicken
ergibt aber trotzdem Sinn, den mit Hold out ist eine astreine
Rock Nummer auf dem Album vertreten, passt zwar nicht ganz dazu
ist aber trotzdem, oder gerade deswegen erfreulich. Auch Sail
away ist hier noch zu erwähnen, denn hier wird nun anstatt
von Korn von 4LYN abgeschaut. Da mir das letzte 4LYN Album aufgrund
seiner depressiven Ausstrahlung nicht so zugesagt hat, ist der
Song durchaus als etwas besonderes zu bezeichnen.
Die Aufmachung der CD ist, wie für diese Art der Musik üblich,
weitestgehend sinnfrei und lädt aber durch die verwendeten Farben
auch nicht grade zum Kaufen ein... Achja, hab ich Korn schon erwähnt?
Ja? Gut, den dann bleibt mir abschließend nichts mehr zu sagen..
Fazit: Großartig angekündigt und doch nur eine Korn Kopie.
Elfman
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