ELFMAN - Common Sky

Label: W.A.B. Records

Release: 17. Juni 2002

Von: Lord Byron

Punkte: 2

"A new kind of new rock" ist der Satz der sofort ins Auge springt, wenn man die Labelinfo zum Debütalbum der österreichischen Band ELFMAN liest. Ich empfehle den Leuten, die den Satz im Zusammenhang mit der Band, geschrieben haben, sich eine Korn CD zuzulegen und dann kleinere Brötchen zu backen. Etwas Neues oder Innovatives ist diese CD sicher nicht, denn überall scheint der Stil der Amerikaner durch, was ja durchaus auch was Gutes sein könnte, wenn die Band den Stil ordentlich umgesetzt hätte. Leider ist es ihnen nicht ganz gelungen, denn die Songs ziehen eher an einem vorbei und hinterlassen sogar teilweise einen faden Beigeschmack. Richtiggehend übel wird es allerdings wenn der bandinterne DJ in die Kompositionen eingreift, denn die Synths passen so gar nicht zur restlichen Produktion und nerven nur allzuschnell. Besonders ist dies bei Song Nr. 1 Why don´t you say der Fall wo eine krumme Synthiemelodie den ganzen Song hindurch im Hintergrund läuft und ich sogleich mit dem Gedanken spiele, der Band 0 Punkte zu verpassen. Besonders bei dem letzten und gleichzeitig auch Titelsong fällt es besonders schlimm auf, da der Song eigentlich nach etwa 5 Minuten endet und dann über 3 Minuten durch nervige und total überflüssige Synthieklänge auf über 8 Minuten gedehnt wird. Anderes, als dass man so eine gewisse Spiellänge erreichen wollte, kann ich mir das nicht erklären. Dass der Synth Sound so nervig ist, wäre vielleicht durch eine angepasstere Produktion zu verhindern gewesen. Weitere Kritikpunkte an derselben sind, dass erstens bei manchen Dualvocals die eine Stimme so leise ist, dass man, wenn man nicht genau hinhören würde, sie möglicherweise überhören würde und zweitens das bei 3 Songs leichte Lautstärkenunterschiede zu hören sind, die zugegebenermaßen zwar schwer rauszuhören sind, aber doch auffallen. Sollten diese Dinge so gewollt gewesen sein, so verschließt sich der genau Gedanke dahinter dem Rezensenten... Kommen wir jedoch wieder zurück zur Musik, und hier kann man es gar nicht oft genug betonen, dass KORN wohl den größten Einfluss auf die jungen Wiener gehabt haben dürfte. Was den oben angesprochenen Vorteil der Band angeht, so kann man hier getrost die herausragenden Vocals ansprechen. Diese sind nämlich das große Plus der Band, denn die Gesangspalette eines Jonathan Davis hat nicht jeder drauf. Mal traurig, mal wütend alles wird gekonnt gemeistert und rettet die Band vor der Banalität. Einen Song hierzu explizit rauszupicken ergibt aber trotzdem Sinn, den mit Hold out ist eine astreine Rock Nummer auf dem Album vertreten, passt zwar nicht ganz dazu ist aber trotzdem, oder gerade deswegen erfreulich. Auch Sail away ist hier noch zu erwähnen, denn hier wird nun anstatt von Korn von 4LYN abgeschaut. Da mir das letzte 4LYN Album aufgrund seiner depressiven Ausstrahlung nicht so zugesagt hat, ist der Song durchaus als etwas besonderes zu bezeichnen.
Die Aufmachung der CD ist, wie für diese Art der Musik üblich, weitestgehend sinnfrei und lädt aber durch die verwendeten Farben auch nicht grade zum Kaufen ein... Achja, hab ich Korn schon erwähnt? Ja? Gut, den dann bleibt mir abschließend nichts mehr zu sagen..

Fazit: Großartig angekündigt und doch nur eine Korn Kopie.

Elfman