Als
mächtiger Hassbrocken erweist sich Destroy,
das bereits fünfte Album von Ungarn's Export-Act Nummer 1:
EKTOMORF. Der Vierer hat sich in den letzten
Jahren zu einem internationalen Act gemausert und ist nun nach
harter Arbeit bei Nuclear Blast gelandet. Und dass die vier Jungs
auch nach Jahren nicht zahmer geworden sind, beweisen sie auch
sofort mit dem Opener I Know Them, der in derbstem Metalcore
gleich mal alles platt walzt. Eine mächtige Gitarrenwand
und groovige Drums kombiniert mit einem fast schon psychotischen
Geschrei machen den Track zu einem Opener par excellence. Weiter
geht’s mit dem Titeltrack, der in dieselbe Kerbe schlägt.
EKTOMORF beweisen, dass sie sich hinter amerikanischen
Acts, allen voran Hatebreed und Soulfly, nicht verstecken müssen.
Doch ebenso, wie diverse andere Genrevertreter oft die nötige
Abwechslung vermissen lassen, läuft sich auch Destroy
mit der Zeit tot. Spätestens nach der Hälfte des Albums
schleicht sich ein Gefühl der Monotonie ein, das auch durch
die gelegentlichen Tribal-Einsprengsel nicht wirklich aufgelockert
werden kann. So gesehen ist Destroy
zwar ein solides Album, das aber durchaus ein Mehr an Abwechslung
verdient gehabt hätte. Nichtsdestotrotz bin ich überzeugt,
dass das Material live wie die Sau abgehen wird. Überzeugen
kann man sich dessen ja u. a. Anfang Mai in Wien…
Fazit: Metalcore der Marke Soulfly, ich bleibe aber lieber beim
Original!
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