Elektronisch
und eingängig – mit diesen beiden Attributen ist
die Musik von EISBRECHER grob umrissen schon charakterisiert.
Die Musiker versuchen auf diesem Album, eine düstere Stimmung
aufzubauen, doch das gelingt nur teilweise. Das liegt für
meine Begriffe an den recht einfallslosen Texten, die mit ausgelutschtem
Vokabular „glänzen“. Die Lieder sind zwar durchgehend
eingängig, doch gerade da liegt das Problem: schon nach
dem ersten Hördurchlauf kann jedermann die Refrains mitsummen
– diese Ohrwurmpenetranz ist mir einfach zu oberflächlich.
Hin und wieder werden harschere Rhythmen eingestreut, wie etwa
der Stampfer 1000 Flammen beweist.
Auch ein bisschen Spaß muss wohl sein und so soll das
pseudo-witzige This Is Deutsch zum Lachen animieren.
Für Liebhaber des Genres wohl ein Tanzflächenfeger,
für mich nur billige Elektronikware. Dann fließt
ein bisschen dunkle Romantik in die Texte mit ein, das locker-flockige
Stück namens Zu Sterben geht ganz angenehm ins Ohr.
So wechseln sich nett anzuhörende Titel mit unspektakulären
Dahinplätschersongs ab – die zweitgenannte Gruppe
besitzt dabei leider die absolute Mehrheit. Allen Liebhabern
von Rammstein und Oomph dürfte diese Mischung dennoch sehr
gut munden, für meinen Geschmack sind die 13 Stücke
auf Sünde zu sehr auf Massentauglichkeit
getrimmt.