ECHOES OF DEVASTATION – My Cold Reign

 
Label: Eigenproduktion
Release: 31.10.2008
Von: Zwiebel
Punkte: 9/10
Time: 42:48
Stil: Death Metal
URL: Echoes Of Devastation
 
ECHOES OF DEVASTATION früher auch bekannt als Kobold, kommen 2008 mit ihrem zweiten Werk daher und präsentieren sich deutlich ausgereifter als zu Kobold Zeiten. Schon der Opener und Titeltrack My Cold Reign lässt keine Unsicherheit aufkommen. Nach einem typischen Death Metal Intro gibt’s auf die Fresse. Technischer Death Metal mit Groove-Elementen. Der Sound ist ebenfalls besser als auf dem Vorgänger-Album und so steht dem Vergnügen nichts mehr im Wege. Nachdem My Cold Reign mit schnörkellosem Death Metal und einem groovigen Bridge-part aufwarten kann, zeigt Living Enes die andere Seite der Band. Hier hört man besonders zu Anfang des Songs deutlich alte Göteborger Einflüsse heraus. At The Gates und In Flames in frühen Tagen standen wohl Pate für diesen, sowie auch für etliche Teile des nächsten Songs. Gewürzt immer wieder von schnellen oder groovigen Parts. Der Beginn von Hate erinnert mit einer sehr coolen Melodie an Welcome Home (Sanitarium) von Metallica, hat aber sonst nichts mit diesen zu tun. Sehr schnell kommt man zurück zur gewohnten Mischung aus Death und Melodeath. In diesem Song kommt die Stimme von Sänger Florian besonders gut zur Geltung und macht ihn damit zum wohl besten Song des Albums, was Christian und Simon in den letzten beiden Teilen mit guter Gitarrenarbeit unterstreichen. Mit The Free Fall folgt dann ein sehr groovlastiger Song, der manchmal schon leicht an Hardcore erinnert. Leider der Schwachpunkt des Albums. Danach besinnt man sich aber wieder auf guten alten Death Metal und schmeichelt mit A Rising Mind und Castle Of Insanity die Lauscher. Zu Beginn von Servants Of The Reign zeigen sich dann auch noch mal ein paar Thrash-Einflüsse, die ich bislang fast vermisst hätte. Cooler Song mit hoher Livetauglichkeit, besonders durch das Crescendo-Finale. Dürfte zum Standartsong im Liveset werden. Im letzten Song besinnt man sich noch mal auf die etwas melodischeren Einflüsse und beendet mit In Times Of Depression diese Scheibe standesgemäß.
Im Gegensatz zum von mir nur mit 5 bewerteten Vorgänger muss ich hier die 9 zücken. Sicher ist das Album nicht perfekt, aber auf jedenfall ganz weit oben. Knackige Riffs, technische Raffinesse und Groove gewürzt mit Melodien. Sollte sich jeder Liebhaber alter Göteborger-, Stockholmer- und Florida-Schule mal in Richtung Lauschlappen werfen. Respekt.