Cross
Your Fingers heißt das Debütalbum von
EAT THE GUN. Das Quartett frönt dem harten
Rock and Roll, der ein wenig mit dem Sleaze und Glam flirtet,
ohne aber gleich auszuwhimpen. Die Band aus Münster bietet
eine gelungene Mischung aus Aerosmith, Mötley Crue, Guns’N’Roses
und Twisted Sister, gewürzt mit ein paar Zutaten von Motörhead
und AC/DC.
Schon der Opener I'm Broken geht mit heavy Riffs los.
Doch ist der Einstiegssong der Platte sehr sperrig und er benötigt
ein paar Durchgänge, um hängen zu bleiben. Dafür
lassen EAT THE GUN mit Sweet Loraine,
Big Shot oder Only The Bad Survive oft genug
den Rocker raushängen. Ganz abgesehen von Get Sleazy,
meiner Meinung nach das eingängigste und packendste Stück
auf Cross Your Fingers. Aber auch
intensive Momente kommen mit dem balladesken, leicht an Bon
Jovi erinnernden Black Hearted und Slaves To Freedom
nicht zu kurz. Dabei muss ich Sänger Hendrik hervorheben,
der auf dem einen Song einfühlsam klingt wie ein Seidentuch,
um auf dem nächsten zu brüllen wie der Boltendahl.
Auch die Produktion ist nicht ohne, vor allem, weil es sich
um eine Eigenproduktion handelt, die sich vor keiner professionellen
Aufnahme verstecken muss.
Um es kurz zu machen: echte Rocker kommen um Cross
Your Fingers nicht drum herum!