Von
einem atmosphärisch-düsteren aber für dieses
Genre klassischen Intro eingeleitet, donnern hernach erhabene
Vikinghymnen aus den Boxen. Unter dem Banner DYRATHOR
debütieren hier sechs junge Nordrheinwestfalen mit ihrem
Demo Memories In Frost und sie leisten dabei wirklich
überzeugende Arbeit! Der Sound ist generell gesehen ein
bisschen untergründig aber für ein erstes Demo nicht
zu verachten, denn alle Instrumente wurden gleichberechtigt
nebeneinander produziert. Nichts geht unter und nichts ragt
übersteuert heraus. Was mir gut gefällt, ist die Geige,
die neben den symphonischen Soundkollagen steht. Auf diese Weise
werden Black Metal und folkloristische Heidenklänge wunderbar
miteinander kombiniert. Bestes Hörbeispiel und Referenz
auf Memories In Frost dürfte dafür der
5-Minuten-Kracher Im Auge des Sturms sein. Die Geige
wird nicht übertrieben oft eingesetzt, noch wird alles
mit den Keyboards zugekleistert. Stattdessen setzt man auf Abwechslung
beim Tempo und beim Gesang. Heiseres Black Metal Gekrächze
wird von Growls oder Chören abgelöst, während
zügig treibende und schon ziemlich geil gemachte Gitarrenarbeit
nur selten Spielraum für Erholungsphasen lässt. Dennoch
reden wir hier von Geschwindigkeitsregionen, wo auch noch der
Nacken und das rotierende Haupthaar mithalten können.
Musikalisch ganz sicher keine neue Erfindung aber DYRATHOR
sind in ihrer Art ungemein erfrischend und Memories In
Frost sehr kurzweilig. Dieses Demo entwickelt schnell
einen gewissen Suchtfaktor. Man muss es immer wieder hören.
Und… umso öfter man es hört, umso besser gefällt
es ;) Toll gemacht, mehr davon bitteschön!