DR.
ARTHUR KRAUSE haben bei der Wahl ihres Namens wirklich
Phantasie bewiesen – damit gewinnen die drei Schweden sicher
den Preis für die ungewöhnlichste Selbstbezeichnung.
Bei der Musik auf ihrem Debütalbum Before And
After fehlt es leider dafür umso mehr an Phantasie.
Die Band lässt einfach die guten alten Zeiten wieder aufleben
und beschwört den Geist der Sisters Of Mercy herauf. Einige
dieser Songs hätten sich auch auf First & Last &
Always befinden können. Das geht schon bei Inhuman Liberty
los, einem Midtempo-Song mit typischen 80er-Goth-Gitarren und
Keyboardklängen, dazu eine dunkle Stimme, die auch noch im
Stil von Andrew Eldtrich singt. Nun ja, denkt man da, ein Song
in dem Stil ist ja okay, jetzt wird’s gleich eigenständiger
– aber nichts da. Daran ändert auch nichts, dass die
Songs im Tempo wechseln: Violence ist ein bisschen schneller,
Fadime eher balladesker. Einzig Take Me Hard sticht
ein wenig heraus, weil es abwechslungsreicher ist und mit seinen
wütenden Drums tatsächlich Charme hat. Aber ansonsten
klingt diese CD überaus verstaubt – wäre sie vor
15, 20 Jahren entstanden, hätte ich sie gemocht. |