Geboren
aus dem Chaos festplattenkillender Viren, schlaflosen Nächten
und unermüdlicher Arbeit, erblickt das neue Album FreaK
Perfume von Mastermind Adrian Hates das Licht der Welt.
Und das pünktlich zum allgemeinen Veröffentlichungsdatum. Respekt
den Leuten, die da dahinter standen! Nachdem uns DIARY OF
DREAMS bereits mit den zwei Vorabveröffentlichungen O'Brother
Sleep und AmoK den Mund wässerig gemacht
haben, konnte ich es kaum erwarten, das dazugehörige Album in
die Finger zu bekommen.
FreaK
Perfume kommt im üblich edel aufgemachten Digipack,
allerdings diesmal mit stilistisch ungewohntem Cover daher.
Opener Traum:A ist ein Epos der Melancholie Hate'scher
Kunst und erinnert sehr an die alten Zeiten von Cholymelan
und End Of Flowers. The Curse
geht nahezu dieselben Wege, ist dabei aber mehr Dancefloor tauglich,
ebenso wie O'Brother Sleep. Das verträumte Chrysalis
wird hauptsächlich von Torben Wendt gesungen (meinte ich zumindest
- ist aber nicht so *g*), den DOD Fans sicher noch von
den Live Performances her kennen. Mit Traumtänzer und
Rebellion folgen zwei erstmalig deutsch gesungene Songs,
wobei letzterer meiner Meinung nach musikalisch nicht so recht
ins Gesamtbild passen will, ebenso wie Bastard. Als weitere
Highlights wären da noch Verdict zu nennen, sowie Play
God! und das epische She And Her Darkness.
Textlich
geht es um verratene Gefühle, verkaufte Träume und verspottete
Seelenqual, wo sich jeder in kontemplativer Selbstreflexion
wiederfinden wird. Man geht durch dunkle Zeiten und kann den
Schmerz beinahe körperlich nachvollziehen, welcher wohl authentische
Züge wiederspiegelt.
FreaK
Perfume trägt als Album die Züge von Bird
Without Wings. Es gibt auf diesem sicherlich Schwachstellen,
ohne das jedoch ein Totalausfall dabei wäre. Das Album ist nicht
durchgehend so homogen und auf gleichbleibend hohem Level, wie
man das noch von dem Vorgänger kennt, oder von den oben angesprochenen
ersten Veröffentlichungen. Dennoch ein beeindruckendes Werk,
dem man sich nach mehreren Durchläufen tot sicher nicht entziehen
kann.
Erwähnt
sei noch, das sich auf dem limitierten Digipack drei bisher
unveröffentlichte Bonustracks befinden. Ersterer ist ein Remix
von The Curse, welcher mir wesentlich besser gefällt,
als das Original. Zweitens, ein Remix von AmoK - die
nehmen sich beide nicht viel - und zum Schluß eine ziemlich
abgedrehte Version von Rebellion - Stranger Than Rebellion.
FreaK Perfume ist für alle DOD Fans ein
absolutes MUSS!!! Für alle anderen, die auf gekonnt in
Szene gesetzten düsteren Electro/Wave stehen, ein perfekter
Einstieg in die Welt des Adrian Hates.