DIARY OF DREAMS FreaK Perfume
 
Label: Accession Records
Release: 03.06.2002
Von: Dajana
Punkte: 8/10
Time: 77:29/ inkl. Bonustracks
Stil: Electro/Wave
URL: Diary Of Dreams
 

Geboren aus dem Chaos festplattenkillender Viren, schlaflosen Nächten und unermüdlicher Arbeit, erblickt das neue Album FreaK Perfume von Mastermind Adrian Hates das Licht der Welt. Und das pünktlich zum allgemeinen Veröffentlichungsdatum. Respekt den Leuten, die da dahinter standen! Nachdem uns DIARY OF DREAMS bereits mit den zwei Vorabveröffentlichungen O'Brother Sleep und AmoK den Mund wässerig gemacht haben, konnte ich es kaum erwarten, das dazugehörige Album in die Finger zu bekommen.

FreaK Perfume kommt im üblich edel aufgemachten Digipack, allerdings diesmal mit stilistisch ungewohntem Cover daher. Opener Traum:A ist ein Epos der Melancholie Hate'scher Kunst und erinnert sehr an die alten Zeiten von Cholymelan und End Of Flowers. The Curse geht nahezu dieselben Wege, ist dabei aber mehr Dancefloor tauglich, ebenso wie O'Brother Sleep. Das verträumte Chrysalis wird hauptsächlich von Torben Wendt gesungen (meinte ich zumindest - ist aber nicht so *g*), den DOD Fans sicher noch von den Live Performances her kennen. Mit Traumtänzer und Rebellion folgen zwei erstmalig deutsch gesungene Songs, wobei letzterer meiner Meinung nach musikalisch nicht so recht ins Gesamtbild passen will, ebenso wie Bastard. Als weitere Highlights wären da noch Verdict zu nennen, sowie Play God! und das epische She And Her Darkness.

Textlich geht es um verratene Gefühle, verkaufte Träume und verspottete Seelenqual, wo sich jeder in kontemplativer Selbstreflexion wiederfinden wird. Man geht durch dunkle Zeiten und kann den Schmerz beinahe körperlich nachvollziehen, welcher wohl authentische Züge wiederspiegelt.

FreaK Perfume trägt als Album die Züge von Bird Without Wings. Es gibt auf diesem sicherlich Schwachstellen, ohne das jedoch ein Totalausfall dabei wäre. Das Album ist nicht durchgehend so homogen und auf gleichbleibend hohem Level, wie man das noch von dem Vorgänger kennt, oder von den oben angesprochenen ersten Veröffentlichungen. Dennoch ein beeindruckendes Werk, dem man sich nach mehreren Durchläufen tot sicher nicht entziehen kann.

Erwähnt sei noch, das sich auf dem limitierten Digipack drei bisher unveröffentlichte Bonustracks befinden. Ersterer ist ein Remix von The Curse, welcher mir wesentlich besser gefällt, als das Original. Zweitens, ein Remix von AmoK - die nehmen sich beide nicht viel - und zum Schluß eine ziemlich abgedrehte Version von Rebellion - Stranger Than Rebellion. FreaK Perfume ist für alle DOD Fans ein absolutes MUSS!!! Für alle anderen, die auf gekonnt in Szene gesetzten düsteren Electro/Wave stehen, ein perfekter Einstieg in die Welt des Adrian Hates.