Während
sich die Single-Auskopplung Child Of Entertainment nach
wie vor auf Platz 1 der Deutschen Alternative Charts tummelt,
rückt das nunmehr siebte Album Cubed nach
und erhebt ebenfalls Anspruch auf die Pole-Position.
DIORAMA ist es einmal mehr gelungen, ein vielschichtiges,
abwechslungsreiches und vor allem tiefgründiges Album zu
veröffentlichen. Cubed klingt eigenwillig,
manchmal ein klein wenig sperrig und offeriert eine emotionale
Achterbahn, ohne jegliches Pathos.
Cubed startet tanzflächentauglich mit der
Single Child Of Entertainment, gefolgt von Acid Trip
und Ignite, wobei letzterer ungemein in die Beine geht.
Danach wird es mit Gone Gone Gone und dem Titeltrack
sehr ruhig, bevor man das Tempo verhalten wieder anzieht. Hier
macht sich allerdings eine gewisse Langatmigkeit breit, die
erst von dem treibenden Record Deal wieder aufgehoben
wird, nur, um danach sofort wieder in eine Ballade zu verfallen.
Aber dann wird gerockt, wobei mir besonders Refugee und
Alpha Animal Complex gefallen.
Von der konzeptionellen Seite her haben sich DIORAMA
von einem würfelartigen Hotelzimmer inspirieren lassen.
Ein Würfel, der als Raum für die Inszenierung des
eigenen Lebens dient - ob nun als Gefängnis, als Schutzraum
oder als Bühne. Ungemein interessant finde ich die Wortwahl
in den Texten und das teilweise „umgekehrte“ reimen
(Linguisten haben da sicher einen Begriff für ;)).
Die verschiedentlich ausprobierten stilistischen Mittel beim
Remixen der Single finden sich auch auf Cubed
wieder, allerdings sehr hintergründig, wie überhaupt
das ganze Album sehr subtil und verhalten ist. Manchmal wünscht
man sich, das DIORAMA weniger kopflastig einfach mal
drauflos rocken. Anderseits sollte man dieser Tage in dieser
oberflächlichen Welt für jedes tiefgründige Stück
Musik dankbar sein. Wunderbares Album!