C-T PREVAIL – Mean Season

 
Label: Morningstar Records
Release: 17.03.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 6.5/10
Time: 40:20
Stil: Hardcore/Thrash Metal
URL: C-T Prevail
 
Die deutsche Übersetzung für prevail bedeutet nichts anderes als herrschen oder sich durchsetzen. Die beiden Kürzel in C-T PREVAIL lassen allerdings auch den Gelehrtesten der Buchstabenforscher alt aussehen. Aber was wäre der Metal wenn er nicht seine eigenen Gesetze hätte!? C-T bedeutet nichts anderes als „immer schön aggro“. Damit startet Mean Season, damit endet Mean Season. Und in der Zwischenzeit? Genau, “immer schön aggro”. In den acht Jahren Bandhistorie,die die Norweger mittlerweile auf dem Buckel haben, hat sich also genügend Sprengstoff angesammelt, der auf der Debüt-Scheibe in 14 Etappen in die Luft gejagt wird. Als Stilmittel haben sich C-T PREVAIL überwiegend der straighten Nu HC School bedient und diese um einige Thrashriffs aufgewertet. Diese stechen besonders dann, wenn der Hörer Hardcoretypische Breakdowns erwartet, dann allerdings in eine andere Richtung geführt wird (was nicht bedeuten soll, dass es keine Breakdowns gibt, die gibt es noch ausreichend). Die Jungs aus Aaelsund sind aber auch gut beraten etwas mehr Abwechslung in ihren Stoff zu bringen. Zwar versuchen sie es zum Schluss mit gemäßigterem Tempo im Yesterday’s Song und dem letzten Track Heaven Or Hell, aber die Songs alleine reißen dann auch keine große Lücke in die ständig drohende Monotonie. Bezeichnenderweise schaffen das C-T PREVAIL nur ein einziges mal, mit dem 13. Song, ein Instrumental. Und weil dieser Track so aus der Reihe fällt hat er erst gar keinen Namen bekommen. In die Tracklist reißt er definitiv eine Lücke. Der Hauptgrund für eine gewisse Eintönigkeit auf Mean Season ist der Mann mit den angerissenen Stimmbändern Hansi. Zugegeben, das Hass- und Aggressionspotential ist mehr als beachtlich, über die komplette Zeit aber ganz schön nervzehrend. Wer eine solch dominante Rolle auf einem Album allein mit seinen Vocals einnimmt, sollte für etwas Abwechslung sorgen. Bleibt noch die Produktion zu erwähnen. Für ein Album mit dem Inhalt ist die passend und akzeptabel. Fette Sounds sind anderswo besser aufgehoben. Nichtsdestotrotz ist dieser gewaltige Aggressions Release entsprechend zu würdigen, ausbaufähige 6,5 Punkte.