CONTRADICTION?
Die gibt es noch? Die Rede ist von den „altehrwürdigen“
Thrashern aus Wuppertal. Die gibt’s eigentlich schon seit
1989, aber die üblichen widrigen Umstände, mit denen
sich eine Band so rumschlagen muss, ließen die Band eher
kaum wahrnehmbar auf der Schattenseite stehen. Nun hat man sich
wieder aufgerappelt und meldet sich mit neuem Album namens The
Voice Of Hatred und neuem Labelsupport im Rücken
zurück. Dabei knüpft man dort an, wo man seinerzeit
aufgehört hat: mit klassischem 80iger Thrash Metal, in
dem sich recht deutliche Einflüsse von z.B. frühen
Pantera oder auch Sepultura wiederfinden.
Mit Break The Oath geht’s gleich in die Vollen,
gefolgt von The Voice Of Hatred (das beinahe identisch
dem Opener ist) und Krachern wie das extra geile Arguments
und Falling Down. Mit Crimes und Nation
Of Fear driftet man dann allerdings weit ins Melodisch-Gefühlvolle
ab und hat somit einen ungewollten Break auf The
Voice Of Hatred. Danach kommt die Aggressivität
nicht mehr in dem Maße zurück, was den Hörer
in seiner Aufmerksamkeit abschweifen und die zweite Hälfte
als langatmig empfinden lässt. Dazu kommt, das CONTRADICTION
zwar eine an sich gute Scheibe abliefern aber tatsächlich
dem Genre nichts Neues hinzufügen können. Das hat
man alles schon mal gehört, auch wenn es schon eine Weile
her ist …