Da
hatte ich noch beim Bericht zum Arnheim Metal Meeting geschrieben,
die 17 Jahre von General Surgery bis zur ersten Langrille seien
rekordverdächtig, da kommt mir diese Scheibe um die Ecke.
Sage und schreibe 18 Jahre hat es bei CONSPIRACY
gedauert, einem Ein-Mann Projekt des gebürtigen Ukrainers
Carpathian Wolf, der sein Projekt bereits 1988 startete. Mittlerweile
ist er in die Niederlande ausgewandert und nach einem offenbar
verschollenen Demo ein Studioalbum produziert. Die Musik auf
Reincarnated firmiert offiziell unter
Melodic Black Metal, stellt sich aber beim Hören als eine
Mischung aus einigen, vielleicht sogar zu vielen Stilrichtungen
dar. Wer beim ersten Blick auf das Coverartwork den Verdacht
hat, dass mit einigen Anteilen Death Metals der alten Schule
zu rechnen ist, hat durchaus Recht. Auch Thrash Metal Einflüsse
und phasenweise sogar ganz klassische Heavy Metal Riffs werden
neben dann tatsächlichem Black Metal verarbeitet. Die ganze
Mischung birgt einige interessante Ansätze und einige wirklich
gelungene Riffs, die sich aber zu häufig hinter einem recht
wilden Stilgemisch verstecken und nicht wirkungsvoll in Szene
gesetzt werden. CONSPIRACY lässt zwar
einiges an Potential erkennen, aber insgesamt macht Reincarnated
für mich leider einen noch etwas unausgegorenen Eindruck
Lobenswert in jedem Fall aber die Produktion, die für ein
bislang unbekanntes Ein-Mann-Projekt wirklich gelungen ist.