KORY CLARKE – Opium Hotel

 
Label: Live Wire
Release: 07.05.2003
Von: BRT
Punkte: 9,5/10
Time:  
Stil: Acid Rock
URL: Kory Clarke
 

Scheint so, als wäre KORY CLARKE endlich da angekommen, wo er mit dem grandiosen und drogigen aber sträflich unterschätzten und unterbewerteten Warrior Soul Album Chill Pill und seinem mächtig punkigen Nachfolger Space Age Playboys hinwollte.
Acid-Rock oder Acid-Punk schien das Destillat heißen zu sollen, was teilweise nachvollziehbar war, aber eigentlich nicht ganz den Kopf auf den Nagel traf.

Nun ja, das ist schon mal so seine Zeit her, fast 10 Jahre nu ... nach Space Age Playboys kam das Aus und die gleichnamige Nachfolgeband, die am Sound festhielt, doch weitere psychedelische Grenzen überqueren zu wollen schien. Danach war Stille, außer einem Best-Of Album von Warrior Soul kam nichts in den letzten 5 Jahren.

Hier krächzt wieder entdeckter Blues aus den Boxen, psychedelischer Rock eröffnet mit Lavalampen beleuchtete Sphären und elektronische Elemente, die sparsam eingestreut wurden, modernisieren ein Bild, wie es zickiger und bockiger nicht sein könnte.
Mit den punkigen, wavigen und ansatzweise glamrockigen Elementen der frühen neunziger Warrior Soul Phase hat das nichts zu tun, auch nicht mit räudig rotzigen Punk der Space Age Playboys LP.
Die Grundidee von Chill Pill ist hier Grundthema, ohne jedoch ins Noisige oder Monotone abzudriften. Einzig die elektronischen Spielereien mahnen an seine zweite Band, die Space Age Playboys, sind hier aber homogener eingesetzt.
PUNK ist hier nur die Attitüde, das Feeling und vor allem die Emotionen, wenn KORY CLARKE mit seinem großartigen Organ über Politik und die Welt flucht und zetert. Sogar ein Spoken Word Track, leicht musikalisch unterlegt, malt ein Bild, von einem mächtig sauren und angepissten Typen.

Großartig und definitiv einzigartig, kein Vergleich !!!
Natürlich müssen Warrior Soul und Space Age Playboys Jünger zugreifen keine Frage. Ansonsten sollten Freunde psychedelischer und rockiger Musik zugreifen.