Nachdem
die Niederländer mit ihrem letzten Vollzeitalbum Firestorm
Apocalypse für meine Begriffe gegenüber
den ersten beiden Werken ziemlich enttäuscht haben, zeigt
die Formkurve nun wieder deutlich nach oben. Gleich das einleitende
Total Annihilation dürfte für Freunde von
kompromisslosem Black Metal, der trotzdem geile Melodien haben
darf, ein Hochgenuss sein. Mit dem fast neunminütigen The
Black Hordes und Demonic Incarnation geht es in
ähnlicher Tonart weiter. Ein bisschen geht mir der ausgestiegene
Sänger Nimroth ab, aber Trommler Levithmong, der auf dieser
Scheibe den Gesang übernommen hat, meistert seine Sache
am Mikrofon zufriedenstellend (aber nicht mehr als das). Konnte
man in den Anfangstagen noch an einigen Stellen von Anklängen
an den melodischen Death Metal sprechen, so steht heutzutage
längst nur noch reines Schwarzmetall am Programm von CIRITH
GORGOR. Den Hang zu sehr langen Stücken hat man
diesmal noch stärker ausgelebt als das bisher schon der
Fall war – mit dem brachialen Master Of Dark Sorcery
ist grad einmal eine Nummer vertreten, die die Sechsminutengrenze
unterschreitet. Die an ein paar Stellen eingebauten Dissonanzen
kommen zwar längst nicht so geil wie bei den alten Dissection
rüber (sondern eher schräg), aber das trübt das
Hörvergnügen insgesamt nur unwesentlich. CIRITH
GORGOR haben hiermit vermutlich das Album herausgebracht,
auf das sie schon seit längerem hingearbeitet haben, insofern
kann man den schwachen Vorgänger vielleicht als eine Art
Zwischenstufe abhaken. Man könnte man lediglich ein bisschen
am Sound herummeckern, der ruhig noch eine kleine Spur transparenter
hätte ausfallen können. Trotzdem: Die schwedische
Black Metal – Schule, also die beste ihrer Art, lässt
hier unüberhörbar grüßen. Wenn jemand unbedingt
namenstechnische Anhaltspunkte braucht, dann würde ich
am ehesten Vergleiche zu Setherial ziehen. Das vorliegende Album
sollte man sich als Schwarzmetaller nicht entgehen lassen.