CIRITH GORGOR – s/t

 
Label: Ketzer Records
Release: 26.02.2007
Von: Gunnar
Punkte: 8/10
Time: 56:49
Stil: Black Metal
URL: Cirith Gorgor
 
Nachdem die Niederländer mit ihrem letzten Vollzeitalbum Firestorm Apocalypse für meine Begriffe gegenüber den ersten beiden Werken ziemlich enttäuscht haben, zeigt die Formkurve nun wieder deutlich nach oben. Gleich das einleitende Total Annihilation dürfte für Freunde von kompromisslosem Black Metal, der trotzdem geile Melodien haben darf, ein Hochgenuss sein. Mit dem fast neunminütigen The Black Hordes und Demonic Incarnation geht es in ähnlicher Tonart weiter. Ein bisschen geht mir der ausgestiegene Sänger Nimroth ab, aber Trommler Levithmong, der auf dieser Scheibe den Gesang übernommen hat, meistert seine Sache am Mikrofon zufriedenstellend (aber nicht mehr als das). Konnte man in den Anfangstagen noch an einigen Stellen von Anklängen an den melodischen Death Metal sprechen, so steht heutzutage längst nur noch reines Schwarzmetall am Programm von CIRITH GORGOR. Den Hang zu sehr langen Stücken hat man diesmal noch stärker ausgelebt als das bisher schon der Fall war – mit dem brachialen Master Of Dark Sorcery ist grad einmal eine Nummer vertreten, die die Sechsminutengrenze unterschreitet. Die an ein paar Stellen eingebauten Dissonanzen kommen zwar längst nicht so geil wie bei den alten Dissection rüber (sondern eher schräg), aber das trübt das Hörvergnügen insgesamt nur unwesentlich. CIRITH GORGOR haben hiermit vermutlich das Album herausgebracht, auf das sie schon seit längerem hingearbeitet haben, insofern kann man den schwachen Vorgänger vielleicht als eine Art Zwischenstufe abhaken. Man könnte man lediglich ein bisschen am Sound herummeckern, der ruhig noch eine kleine Spur transparenter hätte ausfallen können. Trotzdem: Die schwedische Black Metal – Schule, also die beste ihrer Art, lässt hier unüberhörbar grüßen. Wenn jemand unbedingt namenstechnische Anhaltspunkte braucht, dann würde ich am ehesten Vergleiche zu Setherial ziehen. Das vorliegende Album sollte man sich als Schwarzmetaller nicht entgehen lassen.