2002 aus
einer Coverband heraus gegründet, haben sich CIRCLE
OF TYRANTS schnell ein recht umfangreiches Repertoire
an eigenen Stücken erarbeitet, von denen man 9 Tracks nun
zum erstenmal auf Silikon gefräst dem breiten Publikum
vorstellt. The Art Of Intensity bietet
eine abwechslungsreiche und vielschichtige Mischung aus melodischem
US Power Metal mit vielen aggressiven Parts. Opener Deamonicus
z.B. beginnt zunächst Power Metal-lastig, überrascht
aber im weiteren Verlauf mit stakkato-artigen aggressiven Einbrüchen,
die an Oomph! erinnern, wenn man den elektronischen Teil weglässt.
Revolution hingegen taucht tief in bereits zitierten
amerikanischen Power Metal älterer Gangart ein, ohne dabei
verstaubt oder altbacken zu wirken, mit klassischen Solos und
Keyboarduntermalung. Mal geht es ziemlich fix und brachial vorwärts
(Empty Eyes, The Maze, Hate, Circle Of Tyrants), dann
wiederum bremst man deutlich die Geschwindigkeit und holt für
gewaltige Balladen (Your Way, I Can’t Believe, I Cry)
mit Wahnsinns Herz-Schmerz Melodien aus, wobei letztere dezent
in Richtung Iced Earth’s Melancholy zielt.
Allen Stücken gemeinsam ist die fantastische Produktion.
Die cleanen Gesangslinien und die eher akustischen Parts sind
klar, differenziert und transparent, während die aggressive
Seite eine Wahnsinns Wucht inne hat. Alles wirkt sehr lebendig,
frisch und zeugt von Spielfreude. Nur die Keys könnte man
getrost weglassen. Die schnelleren Songs überzeugen mit
ihrer Power mehr, als die Balladen, denen es schon ein bisschen
an Biss fehlt.
Insgesamt also ein sehr vielversprechendes Debüt. Und wieder
einmal die Hoffnung, das ein Label mal den Arsch hoch bekommt
und talentierte Newcomer signed, anstatt sich auf 1000fach Bewährtes
aber tot langweiliges Zeugs auszuruhen und den Mammon zu zählen.
Live dürften CIRCLE OF TYRANTS eine Wucht
sein. Wer also die Hessen livehaftig erleben kann, sollte die
Show nicht verpassen!