CENTINEX Diabolical Desolation

 
Label: Regain Records
Release: 11.03.2002
Von: Gorehog
Punkte: 8/10
Time: 48:01
Stil: Death Metal
URL: Centinex
 

CENTINEX konnten mich in der Vergangenheit nie besonders überzeugen, meist war der Sound ziemlich lasch oder das Songwriting alles andere als sonderlich überzeugend - aber auf Diabolical Desolation knallen mir die Jungs um Frontröchler Johan ein deftiges Stück Elchtod vor den Latz, das genausogut von den guten alten Dismember stammen könnte ... Von Krach-und-Gurgel-Records (Repulse) wechselte man zu Candlelight im ständig verregneten und "not very amused" Großbritannien, und das scheint dem Fünfer echt gut getan zu haben, denn erstmals schaffen es die Schweden, den guten alten, gnadenlosen Schwedendeath dort fortzuführen, wo Dismember mit Like An Everflowing Stream und Entombed mit Left Hand Path angefangen haben. Auf Diabolical Desolation schroffeln die Gitarren wieder so schön wie auf den Meisterwerken Anfang der 90er, melodiöse Leads fügen sich harmonisch in das Songgeschehen ein, das Schlagzeug hämmert meist im Hochtempo dahin und ein schön tief wummernder Bass untermalt das typische Schweden-Gegrunze/Gekreische - wäre da nicht ab und zu der dezente, aber doch nervende Keyboardeinsatz, könnte man gar nichts auf Output ... erm ... Nummero 15 (inklusive aller Splits, Singels und Demos, exklusive aller Re-releases) aussetzen. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Gegen Keys reagiere ich prinzipiell äußerst allergisch, aber bei CENTINEX kann man wirklich nicht großartig meckern, da sie nur selten und seeeeeeeeehr dezent (und immer passend) eingesetzt werden. Auch wenn der Ton stark in Richtung frühe Neunziger geht, so ist die Produktion an sich keineswegs der alten Schule entsprechend, aus der Anlage bläst dem Hörer ein faulig riechender Orkan entgegen, der nur eins bedeuten kann: Der Elchtod kehrt zurück (und diesmal gewaltiger, besser, aggressiver, brutaler und ausgereifter als bei Amon Amarth...)!!!