Jaaa,
trotz vieler hochlobender Worte zum 2003er Demo System
Disease, lassen es die Schweizer weiterhin wirklich
ausgesprochen ruhig angehen. Und so brauchte es drei weitere
Jahre, um nun mit In-Existence zum
erneuten gnadenlosen Schlag, diesmal in Vollzeit, auszuholen.
Aber ruhig ist auf In-Existence natürlich
nix! Denn stilistisch bleibt man sich treu, kombiniert heftigen
Death Metal mit einem kräftigen Schuss Hardcore und ein
bisschen Thrash Metal. Das Riffing ist brutal aber abwechslungsreich
und lässt ausreichend Raum für jedwede Bangerkultur.
Blastparts werden nach wie dosiert eingesetzt, bis auf Microsleep
und Threatened With Extinction, die komplett durchgeknüppelt
werden und damit die schnellsten Songs des Albums sind. Da sich
die Basisgeschwindigkeit aber eh schon im Up-Tempo-Bereich befindet,
sollte nicht mit besinnlichen Momenten gerechnet werden. Dennoch
vergessen CENSORED nicht, zwischendurch wie
Hölle zu grooven (z.B. Codification Interrupted),
immer mal wieder die Geschwindigkeit herauszunehmen und dabei
gnadenlos tief zu growlen. Hehehe... einfach nur genial!
Der Death Metal Aspekt ist deutlich am Morrisound angelehnt,
bekommt aber durch den Hardcore-Einschlag eine extra brutale
und eher europäische Note. Damit haben sich CENSORED
einen eigenständigen Sound geschaffen, ohne sich irgendwo
anzubiedern (obwohl man bei Stop For Death dann doch
recht eindeutig Morbid Angel raushört *g*).
Einmal mehr erstaunlich finde ich, wie es dieses Trio schafft,
mit nur einer Gitarre solch einen fetten Sound hinzulegen, der
– wenn man diversen Berichten glauben schenken darf –
einem auch live serviert wird. Unglaublich!
Auch auf In-Existence gibt es wieder
einen Bonustrack, oder besser gesagt, einen Hiddentrack, der
sich 10 Minuten später an Faint anschließt,
der sich zwar zunächst als groovige Doomnummer entpuppt,
dann aber doch in die unverkennbaren Trademarks von CENSORED
zurückfällt. Nett, aber das Instrumental auf System
Disease war da wesentlich innovativer.
CENSORED liefern nach wie vor beste Ware in
Sachen Death Metal. Reinhören!