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Und wieder mal war mein quasi blinder Einkauf am CD-Stand ein
voller Erfolg - von CELESTIA hatte ich nämlich bis dato
noch nichts gehört. Zudem interessierte es mich natürlich, was
ein Mensch wie Noctu, der als Labelbesitzer von Drakkar etliche
Besonderheiten veröffentlicht hat, selber musikalisch zu bieten
hat - und dies ist wahrlich eine Erfrischung! Mit einer dominanten
Gitarre vorangetriebene Riffs, die von einem dumpfen, kaum hörbaren
Bass untermalt werden geben der CD einen mystischen, dunklen Beigeschmack,
der einen wahrlich zu erdrücken scheint. Man bewegt sich auf eher
ruhigen, langsamen Pfaden, ohne dabei an Aggression zurückzustecken;
das Schlagzeug wirkt auch bei den schnelleren Parts eher als Hintergrunduntermalung
- der Hauptaugenmerk scheint hier wahrlich die Atmosphäre zu sein.
Obwohl hier mit ziemlich viel Melodien gearbeitet wird kann hier
keinerlei Fröhlichkeit oder Heiterkeit empfunden werden - im Gegenteil:
die Harmonien wirken bedrückend, packend und - wie es die Band
selber bezeichnet - ätherisch und lassen einen in andere Gedankenwelten
sinken, eine Besonderheit, die heutzutage nicht mehr viele Werke
aufweisen können. Besonders der Akustikpart auf Prisoner Of
A Morbid Cable, der eigentlich sehr Black Metal untypisch
ist, bringt die gesamte Stimmung zum Abschluss auf den Punkt,
ein Abschluss, bei dem sogar das im Black Metal so verhasste Keyboard
seinen Einsatz findet - und gerade dieses Untypische, Eigenständige
ist es, woran ich bei CELESTIA Gefallen gefunden habe.
Auch das optisch sehr anspruchsvolle Booklet - sehr minimalistisch,
aber doch edel und dezent gehalten - vervollständigt den positiven
Gesamteindruck, allerdings fehlen mir die Lyrics.
Ich
bin wahrlich beeindruckt - und das, obwohl die Mini CD mit vier
Stücken und knappen 20 Minuten Spielzeit eindeutig viel zu kurz
ausgefallen ist, so bleibt mir noch dieses Album denjenigen zu
empfehlen, denen viel an atmosphärischer Musik liegt - auf der
Bandpage kann man zudem Samples zweier Songs als Hörprobe downloaden.
Celestia
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