Pause
gefällig? Ein paar Minuten Ruhe um vollkommen zu entspannen
und auch neben Death/Black/Thrash Geholze auch mal Zeit für
relaxte Klänge nehmen, ohne auf stumpfsinniges Pop-Gedudel
aus dem Radio zurückgreifen zu müssen?
Dann kommt CARVED IN STONE gerade richtig –
Solokünstlerin Swawa hat auf Tales Of Glory
& Tragedy eine Vielzahl an emotionalen, von
Akustikgitarre geprägten Folk Songs aufgenommen. Sie greift
dabei auch zur Harfe oder Flöte und bedient überdies
das Keyboard. Ein besonderes Kennzeichen veredelt die zehn Lieder:
eine ausdrucksstarke Stimme, an richtig dosierten Stellen auch
ein Chor. Weiters fällt die Verwendung dreier verschiedener
Sprachen auf. Swawa trägt ihre mystischen Geschichten in
Deutsch, Englisch und auch Norwegisch vor, wobei das in ebendieser
Sprache gesungene Sørg Aldri neben dem beschwingten
Söldnerlied zu den besten Liedern des Albums zählt.
Die Grundstimmung bleibt jedoch nachdenklich gefärbt, manchmal
wird der Hörer durch heftige Textstellen wie in Die
Ballade Von Einem Blinden Grubenpferd aber quasi hochgeschreckt
oder überrascht, dass trotz der zurückhaltenden Interpretation
keine Gefahr besteht, eingelullt zu werden.
Tales Of Glory & Tragedy (ein
vortrefflich gewählter Titel übrigens) eignet sich
zum Zurücklehnen – oder man begibt sich in Gedanken
an Bord eines Drachenbootes um sich von den dunkel-melancholischen
Klängen durch die Fjorde geleiten zu lassen. Swawa schafft
es mit ihren Erzählungen eine dichte Atmosphäre zu
erzeugen, in die ich mich inmitten des stressigen und lauten
Alltags gerne oftmals entführen lasse!