CARNAL LUST – Whore Of Violence
Label: Diamonds Production
Release: 31.03.2003
Von: Calani
Punkte: 8
 

Brachial und kompromisslos überfällt uns das Debüt Album der Franzosen CARNAL LUST. Brutal Death Metal vom Feinsten. Ohne zimperliches Getue wird einem der Opener Psychotic Dementia um die Ohren gehauen, das schon mal keine Gefangene macht. Blast Parts wechseln sich mit ultra groovenden slow motion Passagen ab und dürften für den Nackenbereich gesundheitsgefährdend sein. Ähnlich verhält es sich mit Messiah oder auch The Last Soldier. Alle Songs sind relativ abwechslungsreich. Jedes mal, wenn man im ICE Tempo an die Wand genagelt wurde, bekommt man auch bei den groovenden Midtempo Parts die Chance, wieder Luft zu holen. Sänger und Drummer Jerome bekommt zudem noch Unterstützung von Basser Nico, dessen Backgroundvocals in fieses und peinigendes Geschrei ausartet und der Szene noch zusätzlich einen kranken Anstrich verpasst.
Generell hat man es auf Whore Of Violence mit dem klassischen Elch Tod zu tun, speziell französische Aspekte vermag ich nicht zu entdecken, auch amerikanische Einflüsse sind – wenn überhaupt vorhanden – doch eher dezent.
Das CARNAL LUST nur zu dritt agieren, fällt soundtechnisch kaum auf. Hier hat auch die Produktion ihr Übriges getan, Whore Of Violence die nötige Substanz, Tiefe und Wucht zu verpassen.
Die Texte sind entsprechend böse, krank und menschenfeindlich, bewegen sich aber noch immer auf sicherem Terrain.
Es gibt praktisch keinen einzigen Ausfall auf diesem Album. Whore Of Violence ist kurzweilig, brutal, tritt Arsch und bläst den Kopf frei – geil!

Carnal Lust