Brachial
und kompromisslos überfällt uns das Debüt Album
der Franzosen CARNAL LUST. Brutal Death Metal
vom Feinsten. Ohne zimperliches Getue wird einem der Opener Psychotic
Dementia um die Ohren gehauen, das schon mal keine Gefangene
macht. Blast Parts wechseln sich mit ultra groovenden slow motion
Passagen ab und dürften für den Nackenbereich gesundheitsgefährdend
sein. Ähnlich verhält es sich mit Messiah oder
auch The Last Soldier. Alle Songs sind relativ abwechslungsreich.
Jedes mal, wenn man im ICE Tempo an die Wand genagelt wurde, bekommt
man auch bei den groovenden Midtempo Parts die Chance, wieder
Luft zu holen. Sänger und Drummer Jerome bekommt zudem noch
Unterstützung von Basser Nico, dessen Backgroundvocals in
fieses und peinigendes Geschrei ausartet und der Szene noch zusätzlich
einen kranken Anstrich verpasst.
Generell hat man es auf Whore Of Violence
mit dem klassischen Elch Tod zu tun, speziell französische
Aspekte vermag ich nicht zu entdecken, auch amerikanische Einflüsse
sind – wenn überhaupt vorhanden – doch eher dezent.
Das CARNAL LUST nur zu dritt agieren, fällt
soundtechnisch kaum auf. Hier hat auch die Produktion ihr Übriges
getan, Whore Of Violence die nötige
Substanz, Tiefe und Wucht zu verpassen.
Die Texte sind entsprechend böse, krank und menschenfeindlich,
bewegen sich aber noch immer auf sicherem Terrain.
Es gibt praktisch keinen einzigen Ausfall auf diesem Album. Whore
Of Violence ist kurzweilig, brutal, tritt Arsch
und bläst den Kopf frei – geil!
Carnal
Lust |