BYFROST – Black Earth

 
Label: Apollon/Painkiller Records
Release: 13.04.2010
Von: Stormlord
Punkte: 8.5/10
Time: 38:45
Stil: Black/Thrash Metal
URL: Byfrost
 
Von Beginn an reißen mich BYFROST mit ihrer fulminanten und gut produzierten Mischung aus Black- und Thrash-Metal mit. Übermäßig originell ist die Musik zwar genauso wenig wie der Name der Gruppe selbst, doch mit zwingenden Rhythmen und Taktwechseln zur richtigen Zeit peitschen die Brüder mit gehörig Power strikt nach vorne.

Schon der Einstieg mit Horns To The Sky beschwört mit Immortal-Vibes und dreckigen Rock'n'Roll-Grooves so etwas wie Konzertstimmung herauf. Beim Titelstück lassen es die Musiker zu Beginn schleppender angehen und klingen durch die harsch knurrende Stimme wie der kleine Bruder von Abbaths Horde.
Auf ablenkende Schnörkel verzichten BYFROST und lassen die monumentalen Grooves für sich sprechen. So schlängeln sich die Kompositionen elegant, druckvoll und melodisch durch die Gehörgänge und fressen sich in des Hörers Herz. Zwischendurch sprechen BYFROST mit songdienlich eingestreuten Gitarrensoli das melodische Klientel an, es regiert jedoch augenscheinlich der unsterblich dahin stampfende Monstertakt. Dann schreitet die Band ein wenig schneller voran (Lord Victorious), ohne dabei auf hymnische Gitarrentöne zu vergessen. Beim stoisch aber intensiv galoppierenden Stück Desire erklingt eine schwebende Leadgitarre, bevor mit Wings Of The Angel Of Death eines der kompositorischen Glanzstücke des Albums folgt. Scheinbar monotone Rhythmen verändern sich kaum merklich und der vielschichtige Aufbau wirkt raumfüllend.
Der Abschluss mit Skull Of God gelingt auch ganz famos, da BYFROST in diesem Fall einen herrlichen Akustikteil integrieren. Danach intensiviert sich die Musik hinsichtlich Klangvolumen kurzzeitig, um hernach sanft auszuklingen.

Die Inspirationsquelle von BYFROST schimmert zwar überdeutlich durch, wodurch es für Originalität nicht gerade umwerfende Pluspunkte gibt, doch die Ausgestaltung der Kompositionen und die machtvolle Darbietung flößen dem Hörer Respekt ein. So stellt Black Earth letztendlich einen mitreißenden Koloss an pechschwarzer, mächtiger Musik dar, von dessen Energie man einfach mitgerissen wird!