Nun,
ihre Wurzeln können die Mannen des deutschen Gothic-Rock-Trios
BEYOND THE WALL OF SLEEP nicht verleugnen: Eine gewaltige
Prise Fields Of The Nephilim, ein Schuss Sisters Of Mercy - eben
alles, was das leicht nostalgische schwarze Herz gerne hören will.
BTWOS klingen sehr rockig, aber ihre straighten Gitarrenriffs
haben keine Metal-Einflüsse. Wie es sich für ordentlichen Gothic-Rock-Sound
gehört, gibt es außerdem sphärische Keyboardsounds und einen Drumcomputer
in der Tradition des seligen Dr. Avalanche (von den Sisters) -und
natürlich die sehr dunkle Gesangsstimme. Straighte Rocksongs mit
sägenden Gitarren wie Night Of The Blood Beast gehören
ebenso zum Repertoire wie verschachtelte Epen a la Rough Rock
Symphony. Rock At A Dead Place ist die zweite
Platte der Band nach der Maxi First Dust, und schlecht
ist sie wirklich nicht. Sie klingt allenfalls stellenweise ein
bisschen angestaubt. Da, wo sie ein bisschen mehr Eigenständigkeit
wagen und Mut zu frischen Sounds beweisen, sind sie viel überzeugender.
Wenn man aber davon absieht, ist Rock At A Dead Place
ein wirklich gutes und abwechslungsreiches Album geworden, das
sich hinter Bands aus ähnlichen Gefilden - wie Garden of Delight
- bestimmt nicht verstecken muss. Im Gegenteil.
Beyond
The Wall Of Sleep