Die
schwedische Kriegsmaschine ist zurück! Mit ihrem zweiten
Album Born Into This hauen uns BOMBSTRIKE
ordentlich die Kruste vom Eiter – Crustcore ist Programm!
Was aber nach dem Intro zunächst auffällt,
und das ist der einzige Wermutstropfen auf dieser Scheibe, ist
der Sound. In den Helterskelter Studios und beim anschließenden
Mix in den Underworld Studios hätte man sich ruhig mehr
Mühe geben können, so ist nur ein matschiger und schwammiger
Sound bei rausgesprungen. Aber wahrscheinlich dachte man sich:
„fuck yeah – this is Crust!“ Das zumindest
leben BOMBSTRIKE auf diesem Release bis zum
Exzess. Sänger Kraister hört sich durchweg an, als
hätten sie seinen Eiern eine glühend heiße Zange
angelegt! Heiser wird drauflosgebrüllt - da scheint die
Lunge an mancher Stelle perforiert zu sein. Bei Another
Choice und Religion Of The Lost steigt Kenta von
den Stockholmer Punks Nödvärn mit hinters Mikro und
kotzt fleißig mit über die Welt ab. Die crusttypische
Attitüde fehlt natürlich in keinem Track. Zumindest
kann ich das an den englischsprachigen Songs festmachen, bei
Schwedisch hört es bei mir dann doch auf. Bestens dazu
passt das Charles Bukowski Gedicht zu Born Into
This, das im Intro zitiert wird. Das Cover rundet
das politische Konzept ab – ein Mann der seinen schweren
Weg durch die Welt zu gehen hat. Musikalisch lässt sich
diese Veröffentlichung irgendwo zwischen Skitsystem und
Wolfbrigade einordnen. Typische Riffs, knarzende Gitarren und
einen donnernden Bass gibt’s in allen 13 Tracks. Auch
wenn BOMBSTRIKE nicht zu den ganz großen
der Crustszene gehören, Songs wie Resigned, Stasilakejer
oder Sunrise – Cash In/Cash Out haben aber absolutes
10 von 10 Potential. Letzterer ist zudem noch bestens für
alle old school Extreme Noise Terror Fans geeignet! Eine räudige
8 für ein räudiges Album.