Absolut gar nichts neues gibt es mit dieser CD aus dem Hause
BOLT THROWER zu vermelden, und das ist auch gut so! Denn
anstatt nach der etwas längeren Pause mit irgendwelchen Mätzchen
oder Experimenten anzufangen, setzen die Engländer lieber auf
Bewährtes und präsentieren uns das, was sie am besten können:
mittelschnellen, urgewaltigen und alles niederwalzenden Death
Metal mit viel Double Bass und geilen Melodien. Die zuvor angekündigten
Verbesserungen in Puncto Sound, Songwriting etc. haben sich
mir hingegen nicht offenbart. Insofern kann man natürlich schon
sagen, daß HVP genauso klingt wie die letzten
BOLT THROWER -Alben. Das Gaspedal wird zwar wieder ein
klein wenig mehr durchgetreten als noch bei Mercenary, aber
Hooks, Strukturen und Gesang sind halt wie immer. Textlich bleibt
man den Legenden der Schlachtfelder treu, und das Cover könnte
auch wie üblich die neueste Figurenbox des Games Workshop zieren.
Aber BOLT THROWER wären eben nicht Bolt Thrower, wenn
sie ihre musikalischen Trade Marks nicht mit uBOLT THROWERnbändiger
Spielfreude und druckvoller Intensität auf CD konservieren könnten.
Da fällt dann auch der neue Sänger weder positiv noch negativ
auf, sondern fügt sich einfach wie selbstverständlich in das
Gesamtbild ein. Überraschungen sucht man ebenso vergeblich,
aber das ist wirklich völlig egal, da das Gebotene einfach Spaß
macht und sich die Rübe automatisch in Bewegung setzt. So weiß
man bereits nach dem 2. Riff des Openers Contact - Wait
Out, daß dieses Stück nur von einer Band auf diesem Planeten
stammen kann. Genauso verhält es sich dann auch mit den folgenden
Tracks, wobei die drei Titelstücke (Honour, Valour, Pride)
und das mächtige 7th Offensive etwas auffallender sind.
Das Niveau ist aber durchgehend hoch, und wenn man trotz fehlender
neuer Ideen (die wohl auch niemand wirklich gewollt oder verlangt
hat) noch ein so bärenstarkes Album zusammen zimmert, dann sind
8 Punkte auf gar keinen Fall zu viel...