Paderborn:
Jeder hat den Namen der Stadt schon mal gehört, aber niemand
weiß so recht, wo es liegt. Eigentlich gebührt der
Stadt mehr Aufmerksamkeit, denn nach und nach spuckt diese einen
Hochkaräter nach dem anderen aus der dort ansässigen
Talentschmiede aus. Nach Gods Will Be Done, Woof, Steve Austin
und einigen mehr, heizen nun BLOODWORK dem
Underground mächtig ein. Die Band, die sich erst im Sommer
2006 gefunden hatte, schaffte es mit ihrem melodischen Death
Metal Brett locker auf den Thron zum Demo des Monats Oktober
2007 im deutschen Metal Hammer. Gerade mal ein Jahr später,
dass soll was heißen. Und hört man sich den Stoff
auf ihrem ersten Demo an, dann gerät das Dom-Gemäuer
der Paderbronx ins wanken. In insgesamt fünf Tracks haut
uns der ostwestfälische Fünfer frischen, modernen,
melodisch aggressiven Metal um die Ohren, der für jeden
Vergötterer von Soilwork und Co. wie geschaffen ist. Die
Jungs gehen absolut professionell ans Werk, verknüpfen
Aggressivität mit eingängigen Melodien und zum Teil
cleanen Refrains, ohne dass es auch nur in kleinster Weise anfängerhaft
klingt, wie es so oft bei anderen Combos der Fall ist. Was wiederum
die Frage aufwirft, was die Mannen vor BLOODWORK
getrieben haben – der Flyer und die MySpace-Site lässt
sich dazu leider nicht aus. Aber zurück zur Musik: Mit
Demonic geht’s gleich in die Vollen – treibende
Drums, heavy Riffing und der metalcorelastige Gesang von Chefshouter
David veredeln den Song zu einem würdigen Opener. Zusammen
mit den melodiösen, catchy Parts geht der Song sofort ins
Fleisch. Zackig gut aufgebaut der Song! Behind The Lie
ist nach dem aggressiven Opener etwas ruhiger gehalten, überzeugt
aber auch hier auf voller Linie mit der genialen Schnittmenge
aus Melodie und Metal. Mit Deadline bilden BLOODWORK
den Spagat zwischen purem Death Metal (der mich verdammt an
Gorefest erinnert) und ihrer eigenen catchy Melodien und cleanen
Vocals. Zwei mal kreist der Nacken noch, und zwar zu Silent
Revolution der sich nahtlos an die ersten beiden Tracks
anknüpft und Graveheart, hier holen sie noch mal
die Keule raus. Hardcoreler dürften hier ob seiner stampfenden
Parts auch entzückt sein.
Zu keiner Zeit habe ich hier den Eindruck, als seien die Songs
zu voll gepackt, abgekupfert oder ähnliches. Ein ganz dickes
Ding – BLOODWORK muss man im Auge behalten!