BLOODWORK – Demo 2007

 
Label: Eigenproduktion
Release: September 2007
Von: the.wangacopta
Punkte: -/-
Time: 18:36
Stil: Melodic Death Metal
URL: Bloodwork
 
Paderborn: Jeder hat den Namen der Stadt schon mal gehört, aber niemand weiß so recht, wo es liegt. Eigentlich gebührt der Stadt mehr Aufmerksamkeit, denn nach und nach spuckt diese einen Hochkaräter nach dem anderen aus der dort ansässigen Talentschmiede aus. Nach Gods Will Be Done, Woof, Steve Austin und einigen mehr, heizen nun BLOODWORK dem Underground mächtig ein. Die Band, die sich erst im Sommer 2006 gefunden hatte, schaffte es mit ihrem melodischen Death Metal Brett locker auf den Thron zum Demo des Monats Oktober 2007 im deutschen Metal Hammer. Gerade mal ein Jahr später, dass soll was heißen. Und hört man sich den Stoff auf ihrem ersten Demo an, dann gerät das Dom-Gemäuer der Paderbronx ins wanken. In insgesamt fünf Tracks haut uns der ostwestfälische Fünfer frischen, modernen, melodisch aggressiven Metal um die Ohren, der für jeden Vergötterer von Soilwork und Co. wie geschaffen ist. Die Jungs gehen absolut professionell ans Werk, verknüpfen Aggressivität mit eingängigen Melodien und zum Teil cleanen Refrains, ohne dass es auch nur in kleinster Weise anfängerhaft klingt, wie es so oft bei anderen Combos der Fall ist. Was wiederum die Frage aufwirft, was die Mannen vor BLOODWORK getrieben haben – der Flyer und die MySpace-Site lässt sich dazu leider nicht aus. Aber zurück zur Musik: Mit Demonic geht’s gleich in die Vollen – treibende Drums, heavy Riffing und der metalcorelastige Gesang von Chefshouter David veredeln den Song zu einem würdigen Opener. Zusammen mit den melodiösen, catchy Parts geht der Song sofort ins Fleisch. Zackig gut aufgebaut der Song! Behind The Lie ist nach dem aggressiven Opener etwas ruhiger gehalten, überzeugt aber auch hier auf voller Linie mit der genialen Schnittmenge aus Melodie und Metal. Mit Deadline bilden BLOODWORK den Spagat zwischen purem Death Metal (der mich verdammt an Gorefest erinnert) und ihrer eigenen catchy Melodien und cleanen Vocals. Zwei mal kreist der Nacken noch, und zwar zu Silent Revolution der sich nahtlos an die ersten beiden Tracks anknüpft und Graveheart, hier holen sie noch mal die Keule raus. Hardcoreler dürften hier ob seiner stampfenden Parts auch entzückt sein.
Zu keiner Zeit habe ich hier den Eindruck, als seien die Songs zu voll gepackt, abgekupfert oder ähnliches. Ein ganz dickes Ding – BLOODWORK muss man im Auge behalten!