BLOODTHIRST – Let Him Die

 
Label: Pagan Records
Release: 22.09.2007
Von: the.wangacopta
Punkte: 7.5/10
Time: 35:43
Stil: Thrash Metal
URL: Bloodthirst
 
Lange hat es gedauert, bis die Polen ihren ersten full-length Silberling von der Leine lassen – acht Jahre um genau zu sein. Die Zeit seit Bandgründung 1999 haben sie mit diversen Demos, Splits, Gigs und Besetzungswechseln gefüllt. Geschadet hat die lange Vorlaufzeit dem Longplayer aber keinesfalls.
Let Him Die - da braucht man nicht lange raten, wen BLOODTHIRST da gerne ableben sehen. Songtitel wie (Upon The Cross) Tormented And Lost, Crush The Bastard Nazarene oder Excommunion (Sacrifice For Hell) setzen dem Ganzen das umgedrehte Kreuz auf. Wem jetzt das Blut im Munde zusammengelaufen ist und wer das Corpsepaint aufgelegt hat weil er lupenreinen Black Metal erwartet, der kann sich gleich wieder abschminken gehen. Thrash Metal mit einem nur leichten Hang zum Black Metal ist hier Programm. Mich erinnert der räudige Sound an eine Kreuzung aus alten Kreator und God Dethroned. Ja zeitweise wartet man sogar darauf, dass der Brüllwürfel mit dem sanften Namen „Rambo“ das ein oder andere Tormentor raushaut. BLOODTHIRST’s Thrash Metal glänzt stilecht quer durch die Bank durch sein Old School Image. Ob es die Riffs sind, die regelmäßigen Soli oder das Drumming, in der Summe macht die jeweilige Songstruktur den Charme der 80er aus. God Dethroned kommen dann ins Spiel wenn in durchweg zügig gezockten Songs die typischen Melodien zum tragen kommen, die die Holländer auch gerne schmettern. Die Ähnlichkeit der beiden Stimmen lässt sich ebenfalls nicht von der Hand weisen. Winds Of Death oder Violent Hordes bringen das z. B. sehr gut rüber. Egal ob gewollt oder nicht, am Wichtigsten ist: Bei keinem der Songs machen BLOODTHIRST Gefangene! Auch wenn die Produktion nicht die glasklarste ist und der richtige Hit auf Let Him Die fehlt, die Songs werden dem Hörer durch die Bank gut ins Knochenmark gehämmert. Solider Stoff!