Da
wollen mir 5 Österreicher sagen was denn meine Hymne zur
Vernichtung ist. Für eine Band die erst seit Mitte 2006
existiert ist das ein verdammt selbstbewusstes Auftreten. Ob
es daran liegt dass sie mit Pro-Pain oder Tanzwut die Bühnenbretter
gerockt haben? Oder liegt es daran dass ihr Sound tatsächlich
alles vernichtet? Ich hab mir die erste selbstproduzierte Scheibe
von BLOODSHED REMAINS jetzt ein paar Mal durch
meine Gehörgänge rauschen lassen. Zurückgeblieben
sind die Fragen: Wie haben sie es mit Pro-Pain auf eine Bühne
gebracht und warum soll gerade das Your Hymn To
Annihilation sein? Vielmehr erweckt dieser Release
ein nettes Hardcoreerscheinungsbild, der durch Metal- und Punkparts
verfeinert wird. Melodic Hardcore – wie er der Combo attestiert
wird – trifft hier bis auf Beloved Mistakes gar
nicht zu. Nach dem Metallastigen Intro steht bei den anderen
vier Songs klar der Hardcore im Vordergrund. Nun ist der Hardcore
ja schon nicht mit technischer Finesse gesegnet, allerdings
könnte den Songs doch einiges mehr an Druck und Komplexität
verliehen werden. So kommt das ganze Schaffenswerk doch sehr
einfach rüber. Wie gesagt, gute Ansätze kann ich BLOODSHED
REMAINS nicht absprechen, da sie sich in einer gewissen
Vielfalt versuchen. Allerdings sollten sie sich einer bestimmten
Marschrichtung annehmen und Songs nicht alleine da stehen lassen.
Entweder werfen sie alles zusammen in einen Topf wie bei Wet
Rectum und schaffen sich so noch Variationsmöglichkeiten
oder aber sie bleiben beim Metalcore wie bei MashYourCar
oder bereits genannten Beloved Mistakes. Die nächste
Hymn To Annihilation dürfte
so um einiges interessanter klingen.