|
Nachdem
mich die Debüt EP Skullcrusher in seiner Wucht hoffnungslos
niedergemetzelt hatte, war ich extrem gespannt, was BLOODSHED
mit ihrem ersten Langeisen auf die Beine stellen würden.
Allerdings schaute ich bereits nach dem ersten Durchlauf von Inhabitants
Of Dis ziemlich enttäuscht aus der Wäsche. Auch nach weiteren
Rotationen machte sich auf die Dauer gepflegte Langeweile breit.
Zwar gibt es ein paar interessante Melodieläufe zu entdecken,
im Großen und Ganzen haut mich diese Scheibe aber nicht vom Hocker.
Ohne
irgendwelches Schnickschnack gibt's gleich mit dem Opener Death
By Hanging mächtig was auf die ... Ohren. Höllisch schneller
Death / Black Metal mit animalischem Gekreische gepaart mit tiefen
Death Growls. Am Ende gibt es undefinierbaren Krach, bei welchem
man argwöhnisch in Richtung CD Player schaut, um zu sehen, ob
sich irgendwas in Selbstgefallen auflöst. Es könnte sich allerdings
auch um einen Aufnahme- oder Pressfehler handeln. Klingt jedenfalls
nicht wie ein Sample ...
In diesem Stile geht es munter weiter, immer auf die Fresse, ohne
Gnade! Um das Ganze aber ein bisschen aufzulockern, gibt es mit
Release und Deceit zwei kurze gitarrenakustische
Intermezzos. Wobei auf ersterem spoken words zum Einsatz kommen.
Dieselben akustischen Gitarren leiten auch Kiss Of Cruelty
ein. Allerdings gibt es kaum Unterschiede in der Melodieführung
und man kann somit kaum Akzente setzen.
Von Zeit zu Zeit nimmt mal den Fuß vom Gas und bewegt sich nahezu
in Midtempo Gefilden. Dabei scheinen sich die 5 Schweden allerdings
nicht sonderlich wohl zu fühlen und gehen meist nach kurzer Zeit
wieder auf ICE Geschwindigkeit. Es bleibt aber anzumerken, das
gerade die Midtempo Riffs extrem geil und druckvoll rüberkommen,
wie z.B. bei Psychosomatic Revelation.
Der Gesang bleibt in der Produktion ziemlich zurück. Man muss
schon reichlich aufdrehen, um was Genaueres zu hören - womit man
allerdings auch den weitergehenden Sinn von Inhabitants
Of Dis erfüllt. Da hätte man sicher mehr herausholen können.
Generell finde ich die Produktion der Skullcrusher EP wesentlich
kraftvoller, als die des aktuellen Albums, obwohl beide im Sunlight
Studio aufgenommen wurden.
Die
Langrille kränkt meiner Meinung nach an den Blastspeed Parts.
Hier klingt irgendwie alles gleich, ist beliebig austauschbar
und lässt daher eine gewisse Langeweile aufkommen. Auch die akustischen
Einsprengsel und Midtempo Passagen bringen kaum wirkliche Abwechslung.
Schade eigentlich :(
Bloodshed
|