BLOOD - Dysangelium
Label: Morbid Records
Release: 2003
Von: EquimanthorN
Punkte: 7,5
 

Nach dem schweren Brocken von Manilla Road hat nun die Knüppel-Legende aus Speyer das zweifelhafte Vergnügen, von mir in die Review-Zange genommen zu werden - für mich ists die reinste Erholung, denn viel hat sich bei BLOOD in den letzten eineinhalb Dekaden eh nicht verändert. Nach wie vor gibts pro Album im Schnitt ca. 20 (diesmal 21...) mal derb-primitives Gebolze, das sich auf alles andere als anspruchsvolle, aber dennoch sehr effektive Art und Weise zwischen DM alter Prägung und stumpfen Gegrinde bewegt. Neu für mich, der den Vorgänger Gas.Flames.Bones nicht kennt, sind auf Dysangelium lediglich ein paar Hardcore-Einsprengsel (die nach meinem Dafürhalten nicht unbedingt notwendig gewesen wären) und die etwas natürlicher klingenden Vocals von Sänger Clausi, der nicht mehr ganz so unmenschlich tief grunzt wie früher. Ein weiteres Novum ist auch die erstaunlich saubere Produktion, die dem Primitiv-Charme der Songs aber auch nicht unbedingt zuträglich ist, weshalb in Summe das 94er-Werk Mental Conflicts für mich auch weiterhin unerreicht bleibt. Wer allerdings von den Lärmattacken BLOODscher Prägung nicht genug kriegen kann, darf auch diesmal bedenkenlos zugreifen.

Blood