Nach
dem schweren Brocken von Manilla Road hat nun die Knüppel-Legende
aus Speyer das zweifelhafte Vergnügen, von mir in die Review-Zange
genommen zu werden - für mich ists die reinste Erholung,
denn viel hat sich bei BLOOD in den letzten eineinhalb
Dekaden eh nicht verändert. Nach wie vor gibts pro Album
im Schnitt ca. 20 (diesmal 21...) mal derb-primitives Gebolze,
das sich auf alles andere als anspruchsvolle, aber dennoch sehr
effektive Art und Weise zwischen DM alter Prägung und stumpfen
Gegrinde bewegt. Neu für mich, der den Vorgänger Gas.Flames.Bones
nicht kennt, sind auf Dysangelium lediglich
ein paar Hardcore-Einsprengsel (die nach meinem Dafürhalten
nicht unbedingt notwendig gewesen wären) und die etwas natürlicher
klingenden Vocals von Sänger Clausi, der nicht mehr ganz
so unmenschlich tief grunzt wie früher. Ein weiteres Novum
ist auch die erstaunlich saubere Produktion, die dem Primitiv-Charme
der Songs aber auch nicht unbedingt zuträglich ist, weshalb
in Summe das 94er-Werk Mental Conflicts
für mich auch weiterhin unerreicht bleibt. Wer allerdings
von den Lärmattacken BLOODscher Prägung
nicht genug kriegen kann, darf auch diesmal bedenkenlos zugreifen.
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