BLIND GUARDIAN – A Night At The Opera

 
Label: Virgin
Release: 01.03.2002
Von: Lord Byron
Punkte: 7/10
Time: 66:59
Stil: Power Metal
URL: Blind Guardian
 

Es ist fast nicht zu glauben was die Jungs um Frontmeister Hansi hier auf ihrem neuen Werk vollbracht haben. Wie schon bei den beiden Vorgängeralben haben sie auch hier wieder alle Aufnahmespuren ausgenutzt, was die Produktion auf teilweise 200(!) Spuren aufgeblasen hat - kein Wunder, hat man doch wieder mal groß in die musikalische Schatzkiste gegriffen und großartige orchestrale Parts von Hausproduzent Charlie Bauernfeind eingebaut. Nun, was hat sich musikalisch geändert? Nicht so viel wie man vielleicht annehmen möchte, alles wurde nur verfeinert und bis ins letzte Detail ausgearbeitet. Der Songaufbau ist leider nur noch progressiver geworden, was zur Folge hat, dass man erst mal ein paar Durchläufe braucht bis man die ganze Tragweite und die damit verbunden Genialität dieses Albums erfasst hat. Etwas schade finde ich, dass es keine schnellen Parts wie noch auf Somewhere Far Beyond zu entdecken gibt, denn die hätten noch mehr Power in die Platte gebracht. Als herausragendes Stück könnte man den abschließenden 14 Minuten Song And Then Was Silence nennen, der nicht nur als Single veröffentlicht wurde, sondern auch alle Trademarks des Albums in sich vereint und somit der beste Anspieltipp ist.
Das Cover finde ich diesmal nicht so genial wie das der Vorgängerscheiben, da hier irgendwie das Mystische verloren gegangen, und etwas zu normal geraten ist - da aber die Musik zählen sollte, ist dies eher nebensächlich und daher eher unrelevant.
Doch auch wenn ich mir das Album zum 30ten Mal anhöre, irgendwie werde ich nicht warm damit, alles ist zu vertrackt und man braucht eine Menge Geduld um das Werk genießen zu können. Aber was soll's, Fans der Band müssen sowieso zuschlagen und jeder, dem progressive Metal Musik gefällt ebenso.