Es
ist fast nicht zu glauben was die Jungs um Frontmeister Hansi
hier auf ihrem neuen Werk vollbracht haben. Wie schon bei den
beiden Vorgängeralben haben sie auch hier wieder alle Aufnahmespuren
ausgenutzt, was die Produktion auf teilweise 200(!) Spuren aufgeblasen
hat - kein Wunder, hat man doch wieder mal groß in die musikalische
Schatzkiste gegriffen und großartige orchestrale Parts von Hausproduzent
Charlie Bauernfeind eingebaut. Nun, was hat sich musikalisch
geändert? Nicht so viel wie man vielleicht annehmen möchte,
alles wurde nur verfeinert und bis ins letzte Detail ausgearbeitet.
Der Songaufbau ist leider nur noch progressiver geworden, was
zur Folge hat, dass man erst mal ein paar Durchläufe braucht
bis man die ganze Tragweite und die damit verbunden Genialität
dieses Albums erfasst hat. Etwas schade finde ich, dass es keine
schnellen Parts wie noch auf Somewhere Far Beyond
zu entdecken gibt, denn die hätten noch mehr Power
in die Platte gebracht. Als herausragendes Stück könnte man
den abschließenden 14 Minuten Song And Then Was Silence
nennen, der nicht nur als Single veröffentlicht wurde, sondern
auch alle Trademarks des Albums in sich vereint und somit der
beste Anspieltipp ist.
Das Cover finde ich diesmal nicht so genial wie das der Vorgängerscheiben,
da hier irgendwie das Mystische verloren gegangen, und etwas
zu normal geraten ist - da aber die Musik zählen sollte, ist
dies eher nebensächlich und daher eher unrelevant.
Doch auch wenn ich mir das Album zum 30ten Mal anhöre, irgendwie
werde ich nicht warm damit, alles ist zu vertrackt und man braucht
eine Menge Geduld um das Werk genießen zu können. Aber was soll's,
Fans der Band müssen sowieso zuschlagen und jeder, dem progressive
Metal Musik gefällt ebenso.