BLIND
EGO ist das Soloalbum des RPWL-Gitarristen Kalle Wallner.
Zusammen mit einigen Gastmusikern, die den früheren Arena-Sänger
Paul Wrightson und den Keyboarder Clive Nolan umfassen, hat
er ein Album abgeliefert welches sehr an eine Mischung aus Pallas
und psychedelischem Rock im Stil der frühen Pink Floyd
erinnert. Das ist traurigerweise auch schon fast alles, was
ich darüber schreiben kann, denn mich spricht dieses Album
nicht wirklich an. Die Songs klingen oft sehr ähnlich und
einige schöne Momente hier und da können nicht darüber
hinwegtäuschen, dass Mirror auch
nur ein weiteres überproduziertes Nebenprojekt ist, welches
die Qualität und Einzigartigkeit der Stammformation nichtmal
annähernd erreicht. Die Gitarrenarbeit ist zwar ganz schön,
und man erkennt auch, dass Kalle Wallner durchaus mit Ambitionen
in dieses Projekt ging. Trotzdem fühlt es sich einfach
nicht an wie eine Bandleistung, und dieser desolate Gesamteindruck
hält mich davon ab, es mit den Arbeiten der wohlbekannten
involvierten Gastmusiker zu vergleichen. Diese Art pseudointellektueller
Soloalben sind einfach nicht mein Fall. Entscheidet euch selbst,
ob es was für euch ist – oder eben nicht.