| Romantischer
und verträumter Gothic Metal; das ist das Metier der vier
Dänen aus dem Saturnus-Umfeld. Dabei bewegt man sich auch
auf dem zweiten Album geschickt im Stimmungsfeld zwischen (den
ruhigeren) Opeth und Katatonia, ohne jedoch über die Länge
des gesamten Materials deren Klasse zu erreichen.
Immerhin:
A World To Drown In gefällt mir
insgesamt schon deutlich besser als das Debüt. Da gab es
nämlich ehrlich gesagt nur ein einziges Stück, dass
aus dem nett gemachten, trotzdem jedoch zu bieder und konventionell
gemachten Liedgut hervorzustechen mochte. In dieser Hinsicht ist
die zweite CD doch deutlich überzeugender ausgefallen, denn
mit dem Opener Cover Me With Your Eyes, dem über
acht Minuten langen Titelstück und dem sphärischen,
etwas an Tiamat erinnernden Monument haben BLAZING
ETERNITY starke Songs zu bieten. Hier stimmt einfach
die Kombination aus einprägsamen Melodien, dem melancholischen
und komplett clean gehaltenen Gesang und den verschiedenen akustischen
Elementen. Die Stücke sind sehr stimmungsvoll und dabei mit
dem richtigen Maß an Abwechslung versehen.
Leider
finden sich aber auch immer noch einige einfach zu zahnlose Tendenzen,
die verhindern, dass A World To Drown In
ein durchgehend gutes Album geworden ist. So wirkt z.B. To
Meet You In Those Dreams nach dem tollen Opener viel zu dröge
und schwunglos, wodurch die beabsichtige Atmosphäre des Stückes
überhaupt nicht zur Geltung kommt. (Don't) Tell The World
ist zwar etwas flotter, aber dabei nun wirklich zu klischeehaft
ausgefallen, ebenso der letzte Song White, bei dem man
ständig das Gefühl hat, die hier versammelten Riffs
seien aus einem Aufguß der anderen Albumtracks entstanden,
wobei es allerdings zum Schluß hin noch besser wird. Auffallend
auch, dass immer wieder versucht wird, das Geschehen durch ruhigere
Stücke aufzulockern und damit eine melancholische Stimmung
zu erzeugen, was allerdings nicht klappt, da der Band die etwas
rockigeren Sachen hörbar mehr liegen.
Trotzdem
gefällt mit diese CD eigentlich recht gut, so dass ich jetzt
auch nicht weiter meckern will. Und wenn es tendenziell in dieser
Form mit BLAZING ETERNITY weitergeht, dann wird
spätestens die übernächste CD ein echtes Highlight.
Das Potential dazu haben die Jungs nämlich allemal...
Blazing
Eternity |