BETEPAH – The Second Campaign

 
Label: Eigenproduktion
Release: 01.04.2015
Von: Stormlord
Punkte: 6/10
Time: 30:22
Stil: Death Metal
URL: Betepah
 

Klischee olé! Ein Panzer am Cover, der Bandname BETEPAH (Veteran) und jede Menge kriegerische Symbolik – dreimal dürft ihr raten, welche Musik euch auf The Second Campaign erwartet…na klar, Death Metal der alten Schule in direkter und schnörkelloser From dargeboten. Von Experimenten halten sich die Musiker meilenweit fern, es wird meist in mittelschnellem Tempo geplättet und gegroovt, sodass diese halbe Stunde wie im Flug vergeht.
Feine Leads ziehen im Hintergrund die melodischen Fäden, der gut verständliche Gesang stellt sich als weiterer Pluspunkt heraus, im Gegenzug will der moderne Drumsound allerdings nicht so recht ins Gesamtbild passen. Die eher epische Komponierweise gibt den Stücken Raum zum Atmen, doch auf Überraschungen wartet man vergeblich, obwohl das Tempo und der technische Schwierigkeitsgrad etwa bei Illusion of Freedom merklich angehoben werden. Der einfache,  prägnante Refrain hinterlässt Spuren, zum freudigen Fäusterecken oder dem Verknoten der Halswirbel reicht es nicht ganz, wohl  aber zum wohlwollenden Mitwippen. Die Musik pendelt also zwischen trockenen Grooves und technischer Finesse hin und her, läuft demnach richtig gut in die Gehörgänge – und den besten Track haben sich BETEPAH dann für den Schluss aufgehoben, denn bei Память (Memory) zwingt mich der teils verschleppte, dann wieder schnurstracks nach vorne peitschende, knatternde Rhythmus zu Beifallsbekundungen.
Äußerst rhythmusbetont und durchgehend mit einer melodischen Note versehen, sorgt dieses Album für gute Unterhaltung, schafft es aber aus Mangel an Wendungen oder zündenden Ideen nicht, aus der unüberschaubaren Menge an eben „nur guten“ Truppen herauszuragen.