Mit
BESATT holt eine weitere polnische Satanistentruppe
zum nächsten Schlag gegen das Christentum aus. Black
Mass lautet der Titel ihrer inzwischen fünften
Veröffentlichung, und genau danach hört es sich auch
weitestgehend an! Auf sechs der sieben Tracks wird ganz im Stile
der Bandtradition finsterer und eiskalter Black Metal abgeliefert,
der sich auch diesmal textlich wieder der Vernichtung vorrangig
des Christentums, grundsätzlich aber aller Religionen verschrieben
hat. Dabei werden, und nicht nur deswegen erinnert mich die
Band 2006 beizeiten an das aktuelle Koldbrann-Album, alle Register
des blackmetallischen Repertoires gezogen. Von rasend schnellen,
wütenden Attacken bis hin zu dumpfen, schleifenden Riffs
ist alles vorhanden. Im Grunde genommen genau das, was man sich
von einem modernen Black Metal Album wünschen kann. Leider
aber verfügt Black Mass noch über einen weiteren,
den fünften Track Son Of Pure Viking Blood. Den
haben sich BESATT als Hommage and Bathory-Mastermind
Quorthon gedacht und so entstand ein Viking/Pagan Song mit klarem
Gesang, Akustikgitarre und epischer Melodieführung. Das
ist soweit schön anzuhören, und der Song gefällt
mir durchaus, aber auf dieser Platte hat der nun mal rein gar
nichts zu suchen! Als letzten Track, sozusagen als Bonus, hätte
ich es evtl. noch verstanden, aber mittendrin wirkt das Teil
atmosphärisch derart unpassend, dass auch die 10 Sekunden
Blastbeats am Ende keine rettende Überleitung in den folgenden
Black Metal Songs darstellen. Wirklich schade. Meiner Ansicht
nach haben BESATT das Album damit gehörig
versaut, so gibt’s von mir noch 6,5/10 Punkten, ohne diesen
„Aussetzer“ wären es sicher deutlich mehr geworden.