Die Salzburger
Combo BELPHEGOR dürfte mittlerweile wohl
jedem Metaller ein Begriff sein, da sich die Jungs durch ihre
Beharrlichkeit und ihren meines Achtens nach unverkennbaren
Stil während einer bis dato mehr als 10 Jahre umfassenden
Bandgeschichte einen beachtlichen Ruf erarbeiten konnten. Nun
ist es wieder so weit und ein neues Werk verlässt die Hallen
des Dämons der genialen Erfindungen und das in mehr oder
weniger gewohnter BELPHEGOR Manier. Der Stil
ist, wie ich schon erwähnt habe, auch bei diesem Album
unverkennbar und wird nach den ersten Sekunden des Hörens
sofort mit BELPHEGOR assoziiert. Jedoch konnte
man bis zu dieser CD das Genre immer nur irgendwo zwischen Death
– und Blackmetal einordnen. Goatreich –
Fleshcult ist jedoch sehr viel deathmetallastiger
ausgefallen als alle vorangehenden Alben, was mir persönlich
etwas mehr zusagt. Weiters muss erwähnt werden, dass sich
zwei ungewohnt langsame, schleppende, ja fast doomig anmutende
Songs auf diesem Silberling befinden, bei denen gänzlich
auf Blastbeats verzichtet wird. Dabei erinnert mich Sepulture
Of Hypocrisy besonders an alte Morbid Angel Zeiten a la
Altars of Madness. Doch keine Angst, natürlich kommen die
Speedfreaks, zu denen ich mich auch zähle, voll und ganz
auf ihre Kosten. Gleich die erste Nummer wird nach einem kurzen
Intro mit einem derben Blastbeat eingeleitet und Tempi jenseits
der 200 bpm, so wie man es von Luzifer Incestus
gewohnt ist, findet man bis auf die 2 schon erwähnten Ausnahmen
in jedem Song. Trotzdem ist Goatreich – Fleshcult
insgesamt etwas langsamer ausgefallen als sein Vorgänger,
da mehr Platz für Breaks und auflockernde Teile zwischen
den Hochgeschwindigkeitsparts gemacht wurde, was sehr förderlich
für die Abwechslung ist und das Album im Allgemeinen grooviger
und auch ausgereifter wirken lässt. Ein hervorragendes
Album, das jeden Fan von BELPHEGOR sicher nicht
enttäuschen wird und solche die es noch nicht sind von
der Qualität des Salzburger Quartetts überzeugen wird.