BELPHEGOR – Goatreich - Fleshcult

 
Label: Napalm Records
Release: Februar 2005
Von: Xaphir
Punkte: 9/10
Time: 38:11
Stil: Death / Blackmetal
URL: Belphegor
 

Die Salzburger Combo BELPHEGOR dürfte mittlerweile wohl jedem Metaller ein Begriff sein, da sich die Jungs durch ihre Beharrlichkeit und ihren meines Achtens nach unverkennbaren Stil während einer bis dato mehr als 10 Jahre umfassenden Bandgeschichte einen beachtlichen Ruf erarbeiten konnten. Nun ist es wieder so weit und ein neues Werk verlässt die Hallen des Dämons der genialen Erfindungen und das in mehr oder weniger gewohnter BELPHEGOR Manier. Der Stil ist, wie ich schon erwähnt habe, auch bei diesem Album unverkennbar und wird nach den ersten Sekunden des Hörens sofort mit BELPHEGOR assoziiert. Jedoch konnte man bis zu dieser CD das Genre immer nur irgendwo zwischen Death – und Blackmetal einordnen. Goatreich – Fleshcult ist jedoch sehr viel deathmetallastiger ausgefallen als alle vorangehenden Alben, was mir persönlich etwas mehr zusagt. Weiters muss erwähnt werden, dass sich zwei ungewohnt langsame, schleppende, ja fast doomig anmutende Songs auf diesem Silberling befinden, bei denen gänzlich auf Blastbeats verzichtet wird. Dabei erinnert mich Sepulture Of Hypocrisy besonders an alte Morbid Angel Zeiten a la Altars of Madness. Doch keine Angst, natürlich kommen die Speedfreaks, zu denen ich mich auch zähle, voll und ganz auf ihre Kosten. Gleich die erste Nummer wird nach einem kurzen Intro mit einem derben Blastbeat eingeleitet und Tempi jenseits der 200 bpm, so wie man es von Luzifer Incestus gewohnt ist, findet man bis auf die 2 schon erwähnten Ausnahmen in jedem Song. Trotzdem ist Goatreich – Fleshcult insgesamt etwas langsamer ausgefallen als sein Vorgänger, da mehr Platz für Breaks und auflockernde Teile zwischen den Hochgeschwindigkeitsparts gemacht wurde, was sehr förderlich für die Abwechslung ist und das Album im Allgemeinen grooviger und auch ausgereifter wirken lässt. Ein hervorragendes Album, das jeden Fan von BELPHEGOR sicher nicht enttäuschen wird und solche die es noch nicht sind von der Qualität des Salzburger Quartetts überzeugen wird.