Das neuste
Album der Italiener BEATRIK ist wie eine Hommage
an die gaaanz alten Werke von Katatonia. Dennoch wartet die
Band mit einem eigenen Stil auf, der extrem langsame, düstere
und depressive Songs bietet. The Last Wandering fängt
überraschend schnell, mit einem old schooligen Blast Beat
an, verfällt dann jedoch in neblige Riffwände a la
Winter, um wieder im schnellem (alten)norwegischen Flair loszubrechen.
Allgemein begeistert die Band mit todessehnsüchtiger Melancholie
und Monotonie. Letzteres ist auch leider der Schwachpunkt der
CD. Kein einziger Song kann wirklich hervorstechen, auch der
Aufbau bleibt mehr oder weniger gleich. Der Drummer kann hier
kaum was falsch machen, unterstützt aber die pulsierende
doomige schwarz-organische Brut. Der Gesang ist nicht gerade
abwechslungsreich, aber enorm verzweifelt geschrieen, was aber
kein typisches BM Gekeife ist. Die Gitarrenarbeit ist zwar simpel
(siehe Khold oder Darkthrone) erreicht aber ihren Zweck –
den Tod zu proklamieren. Der dezente Einsatz von akustischen
Gitarren bringt dann alles zur Vervollkommnung, so dass das
Album wie ein atmendes Ganzes betrachtet werden kann. Letztendlich
fehlt dann doch ein gewisses Stück – vor allem bei
den Riffs – um den langsamen Tod zu verkünden. Fast
alle Songs sind länger als 7 Minuten, was ziemlich an die
Geduld nagt, die CD ganz anzuhören. Schön sind auf
alle Fälle die langsam vorgetragenen Lead Melodien und
die sakral wirkende Begräbnisorgel.