BEATRIK – Requiem Of December

 
Label: Avantgarde
Release: 21.03.2005
Von: Svarrogh
Punkte: 7,5/10
Time: 47:52
Stil: Doom/ Black Metal
URL: Beatrik
 

Das neuste Album der Italiener BEATRIK ist wie eine Hommage an die gaaanz alten Werke von Katatonia. Dennoch wartet die Band mit einem eigenen Stil auf, der extrem langsame, düstere und depressive Songs bietet. The Last Wandering fängt überraschend schnell, mit einem old schooligen Blast Beat an, verfällt dann jedoch in neblige Riffwände a la Winter, um wieder im schnellem (alten)norwegischen Flair loszubrechen. Allgemein begeistert die Band mit todessehnsüchtiger Melancholie und Monotonie. Letzteres ist auch leider der Schwachpunkt der CD. Kein einziger Song kann wirklich hervorstechen, auch der Aufbau bleibt mehr oder weniger gleich. Der Drummer kann hier kaum was falsch machen, unterstützt aber die pulsierende doomige schwarz-organische Brut. Der Gesang ist nicht gerade abwechslungsreich, aber enorm verzweifelt geschrieen, was aber kein typisches BM Gekeife ist. Die Gitarrenarbeit ist zwar simpel (siehe Khold oder Darkthrone) erreicht aber ihren Zweck – den Tod zu proklamieren. Der dezente Einsatz von akustischen Gitarren bringt dann alles zur Vervollkommnung, so dass das Album wie ein atmendes Ganzes betrachtet werden kann. Letztendlich fehlt dann doch ein gewisses Stück – vor allem bei den Riffs – um den langsamen Tod zu verkünden. Fast alle Songs sind länger als 7 Minuten, was ziemlich an die Geduld nagt, die CD ganz anzuhören. Schön sind auf alle Fälle die langsam vorgetragenen Lead Melodien und die sakral wirkende Begräbnisorgel.