Dies
ist eine Debüt-CD - und es ist garantiert die Deathrock-CD
des Jahres. Die deutsche Band BLOODY DEAD AND SEXY
legt mit Paint It Red ein 14-Track-Album
vor, das es in sich hat. Schon der erste Song Finger
ist ein Smasher – verzerrte Deathrock-Gitarren, dominanter
Bass, treibende Drums und darüber klagende Vocals. So könnten
Christian Death heute klingen, wenn sie nach der ersten LP Only
Theatre Of Pain den eingeschlagenen Weg fortgesetzt hätten.
Und in der Tat, Sänger Rosa Iahn erinnert durchaus manchmal
an den seligen Rozz Williams (oder jedenfalls an dessen Art zu
singen), vor allem bei den ruhig-abgedrehten Stücken wie
Bloody Rose. BLOODY DEAD AND SEXY haben
aber durchaus Düster-Punk-Einflüsse, ein Lied wie Traurig
könnte auch von EA 80 oder Fliehende Stürme sein.
Dabei klingen BLOODY DEAD AND SEXY gar nicht
wie ein x-beliebiger-Klon alter Meister. Nein, sie haben dem Deathrock
im Jahr 2003 eine Frischzellenkur verpasst. Die Musik der Band
vom Niederrhein ist so, wie sie sein muss: Dreckig und düster,
mit ebensolchen Lyrics. Die sind auch bei den zwei deutsch gesungenen
Stücken nicht peinlich.
BLOODY DEAD AND SEXY haben noch dazu echte Deathrock-Smasher
im Gepäck – darunter Sick Six Minutes und
Hey Ho Armageddon. Solche Songs muss ihnen erst mal jemand
nachmachen. Hey Ho Armageddon zum Beispiel kann man schwer
aus dem Kopf verbannen: Es wechselt von langsam-getragen zu schnell-abgedreht
und wieder zurück – und das alles in weniger als drei
Minuten. Wer auch nur ansatzweise etwas mit dem Genre anfangen
kann, muss hier zugreifen. Das ist nicht nur authentisch, das
ist genial!
Bloody
Dead And Sexy |