BLOODY DEAD AND SEXY - Paint It Red
Label: Alice In ...
Release: 03.03.2003
Von: Demone
Punkte: 10
 

Dies ist eine Debüt-CD - und es ist garantiert die Deathrock-CD des Jahres. Die deutsche Band BLOODY DEAD AND SEXY legt mit Paint It Red ein 14-Track-Album vor, das es in sich hat. Schon der erste Song Finger ist ein Smasher – verzerrte Deathrock-Gitarren, dominanter Bass, treibende Drums und darüber klagende Vocals. So könnten Christian Death heute klingen, wenn sie nach der ersten LP Only Theatre Of Pain den eingeschlagenen Weg fortgesetzt hätten. Und in der Tat, Sänger Rosa Iahn erinnert durchaus manchmal an den seligen Rozz Williams (oder jedenfalls an dessen Art zu singen), vor allem bei den ruhig-abgedrehten Stücken wie Bloody Rose. BLOODY DEAD AND SEXY haben aber durchaus Düster-Punk-Einflüsse, ein Lied wie Traurig könnte auch von EA 80 oder Fliehende Stürme sein.
Dabei klingen BLOODY DEAD AND SEXY gar nicht wie ein x-beliebiger-Klon alter Meister. Nein, sie haben dem Deathrock im Jahr 2003 eine Frischzellenkur verpasst. Die Musik der Band vom Niederrhein ist so, wie sie sein muss: Dreckig und düster, mit ebensolchen Lyrics. Die sind auch bei den zwei deutsch gesungenen Stücken nicht peinlich.
BLOODY DEAD AND SEXY haben noch dazu echte Deathrock-Smasher im Gepäck – darunter Sick Six Minutes und Hey Ho Armageddon. Solche Songs muss ihnen erst mal jemand nachmachen. Hey Ho Armageddon zum Beispiel kann man schwer aus dem Kopf verbannen: Es wechselt von langsam-getragen zu schnell-abgedreht und wieder zurück – und das alles in weniger als drei Minuten. Wer auch nur ansatzweise etwas mit dem Genre anfangen kann, muss hier zugreifen. Das ist nicht nur authentisch, das ist genial!

Bloody Dead And Sexy