Endlich
mal eine Review, bei der ich mich mit gutem Gewissen kurz fassen
kann, denn für Anhänger von düster-brutalem Black
Metal im Midtempo-Bereich ist die dritte CD der Finnen AJATTARA
ein absoluter Pflichtkauf. Ohne Ausfälle, jedoch mit leider
etwas zu kurzer Spielzeit, werden dem Hörer brettharte
Riffs, subtil-schaurige Melodien, pumpende Bässe und meist
dezente, aber immer effektiv eingesetzte Keyboards kredenzt.
Dazu kommt noch der in finnischer Sprache vorgetragene Krächzgesang,
der wie die Faust aufs Auge zum morbiden Charme von Tyhjyys
passt, und fertig ist ein schwarzmetallenes Gebräu der
Extraklasse.
Allen noch nicht Neugierigen oder Überzeugten sei gesagt,
dass die CD musikalisch und atmosphärisch wie eine Mischung
aus jeweils alten Samael, Alastis und Thy Serpent klingt. Und
das ein äquivalentes Qualitätslevel auch tatsächlich
erreicht wird! Dabei verleugnen AJATTARA zwar
nicht ihre Einflüsse, wirken aber auf der anderen Seite
mehr als eigenständig und gehen somit geschickt der Gefahr
aus dem Weg, als bloße Kopisten angesehen zu werden. Tracks
wie Katumuksen Kyinen Koura, Harhojen Renki,
Naaras oder Uhrit erzeugen einfach eine immens
bedrohliche Stimmung und stellen somit die idealen Wegbegleiter
für den kommenden Winter dar.
Mehr gibt es zu Tyhjyys auch nicht
zu sagen; wer hier nicht schwach wird, der hat sein (schwarzes)
Herz schon anderweitig vergeben...